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Three Essays on Communication in Signalling Games: Dissertation Lilo Wagner Berlin: TU Berlin, 2015, XIV, 92 S.

Abstract:

This dissertation is concerned with various economic applications of signalling games. In this type of games, a sender transmits information to a receiver, who interprets it. Educational institutions - senders - evaluate students based on a fixed grading scale. Full disclosure of information is the best response by schools to a student body that consists of expected utility maximizers. The impact of a deviation from this behaviour is investigated: the human mind typically focuses on salient states - the very best or worst grades here. It is demonstrated how this behaviour brings educational institutions to employ coarse, rather than fine, grading schemes. While educational institutions presumably disclose information truthfully, this is not necessarily the case for privately organized certifiers. If information manipulation is not possible, a certifier should be interested in fully revealing information; at least if producer investment correlates with product quality. It is shown that if this so called threat of capture exists, information disclosure may be coarse. A reduced transparency may also increase social welfare because it prevents the market from breaking down. In the market for life insurances, firms which are asymmetrically informed about the risk of applicants, might benefit hereof. Information is implicitly transmitted to applicants and competitors via contract offers. It is shown how the non-ability of an informed firm to persuasivelytransmit information serves all insurers. Industry profits increase at the expense of consumers. This structure is created by the exchange of information on the bargaining behaviour of applicants.

Diese Dissertation befasst sich mit verschiedenen ökonomischen Anwendungen von Signalspielen. In dieser Art von Spielen übermittelt ein Sender einem Empfänger Information, die dieser interpretiert. Bildungsinstitutionen - Sender - bewerten Studenten nach einem festgelegten Notensystem. Die vollständige Offenlegung von Information ist die beste Strategie von Institutionen, wenn Studenten ihren erwarteten Nutzen maximieren. Untersucht wird eine Abweichung hiervon: menschliche Wahrnehmung konzentriert sich oftmals auf besonders auffällige Zustände - hier sehr gute oder sehr schlechte Noten. Es wird gezeigt, wie dieses Verhalten Bildungsinstitutionen dazu bringt, Notensysteme gröber zu gestalten. Während davon ausgegangen werden kann, dass Bildungsinstitutionen Informationen, wenn schon nicht vollständig, so doch wahrheitsgemäß offenlegen, ist dies bei privatwirtschaftlich organisierten Zertifizierern nicht notwendigerweise der Fall. Ist die Manipulation von Information nicht möglich, sollte ein Zertifizierer Interesse an der vollständigen Offenlegung von Informationen haben, wenn Produzenten Einfluss auf die Qualität ihrer Güter nehmen. Hier wird gezeigt, dass, besteht die Möglichkeit zur Falschzertifizierung, dies nicht mehr der Fall ist. Eine reduzierte Transparenz ist nicht nur im Sinne des Zeritifizierers wünschenswert, sondern sichert auch die Funktionsfähigkeit von Märkten. In dem Markt für Lebensversicherungen können Firmen, welche asymmetrisch über das Risiko von Bewerbern informiert sind, von diesem Zustand profitieren. Information wird implizit über Vertragsangebote an Bewerber und Wettbewerber übermittelt. Es wird gezeigt, wie durch die Tatsache, dass eine informierte Firma nicht in der Lage ist, Information überzeugend zu übermitteln, Industriegewinne zulasten der Konsumenten gesteigert werden können. Diese Marktstruktur wird geschaffen durch den Austausch von Informationen über das Verhandlungsverhalten der Bewerber.

Keywords:

certification, education, information disclosure, insurance markets, signalling games, Bildung, Informationsoffenlegung, Signalspiele, Versicherungsmärkte, Zertifizierung