Kommentar , Nachricht vom 09.03.2016

5 Jahre Fukushima – 5 Jahre Atomwende: Ein Moment zum Innehalten: Kommentar von Christian von Hirschhausen

Marabu / Pixabay (Copyright)  Atomkraft AKW Energiewende
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Erinnern Sie sich an den Herbst 2010, als das Stadtzentrum von Berlin mit Werbeplakaten gepflastert war, auf dem ein  oder zwei Windräder adrett neben einem Atomkraftwerk drapiert waren? „Atomkraft als Partner der Erneuerbaren“ war darauf zu lesen. Etwa zur selben Zeit setzte der frühere Fußball-Nationalspieler Oliver Bierhoff – damals vor allem als Torschütze bei Europameisterschaften bekannt – seine Unterschrift unter den „Energiepolitischen Appell“ der konventionellen Energiewirtschaft, der postulierte, ohne Atomkraft (und Kohlestrom) wäre die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gefährdet ...

Ohne die Atomkatastrophe in Japan vom 11. März 2011 hätte es die Energiewende in Deutschland ganz sicher nicht gegeben. Vielmehr wären die Erneuerbaren „in aller Ruhe“ in den fossil-atomaren Energiemix der vier großen Energieversorger eingemeindet und schrittweise als „CO 2 -freier Energieträger“ akzeptiert worden. Vor allem aber wäre die Laufzeitverlängerung genutzt worden, um – in aller Ruhe – die Markteinführung der dritten Generation von Atomkraftwerkstechnik in Nachbarländern zu beobachten, um sich dann spätestens bei der vierten Generation (kleine modulare Reaktoren oder auch schnelle Brüter) die Option auf den Neubau auch in Deutschland offen zu halten. Frei nach dem Motto: Atomkraft ist ja so kostengünstig!

Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 10/2016 | PDF, 114.38 KB