Kommentar , Nachricht vom 16.03.2016

CoCo-Bonds: Nicht nur für Privatanleger, sondern auch für Banken zu gefährlich: Kommentar von Dorothea Schäfer

Volker Rauch (Copyright)  Westend Frankfurt am
Copyright: Volker Rauch

Gemeinsam mit der Deutschen Bank ist ein neuartiges Finanzierungsinstrument in den Fokus geraten, das der breiten Öffentlichkeit bislang weitgehend unbekannt war: Contingent Convertible Bonds, auch CoCo-Bonds genannt. Dabei handelt es sich um risikoreiche Wandelanleihen, die automatisch in Eigenkapital einer Bank umgewandelt oder abgeschrieben werden, wenn deren Kapitalpuffer unter eine bestimmte Schwelle fällt. Die Investoren gehen ein hohes Risiko ein, denn sie könnten alles verlieren – dafür erhalten sie, wenn es gut geht, eine entsprechend lukrative Rendite von etwa sechs Prozent.


Privatanlegerinnen und -anleger lassen davon besser die Finger. Sinnvollerweise ist die Einstiegshürde mit einem Mindestanlagevolumen in Höhe von 100. 000 Euro dementsprechend hoch. Denn nicht einmal Profi-Investoren scheinen zu wissen, wie genau die Anleihen funktionieren. Anders ist nicht zu erklären, weshalb sie im Fall der Deutschen Bank befürchten, sie könnten ihre Verzinsung nicht ausgezahlt bekommen, obwohl die Kernkapitalquote der Bank „meilenweit“ von der Auslöseschwelle entfernt liegt.


Wenn auf Seiten der Investoren so viele potentielle Risiken bestehen und CoCo-Bonds offensichtlich Verwirrung stiften: Wem nützen sie dann überhaupt?

Der vollständige Kommentar im Wochenbericht 11/2016 | PDF, 135.97 KB