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DIW Wochenbericht

15 / 2016 EU-Wettbewerbspolitik fördert Investitionen in den Energiesektoren Tomaso Duso, Jo Seldeslachts, Florian Szücs S. 282-290

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Abstract:

Der Energiesektor zeichnet sich durch den Bedarf an kapitalintensiven Investitionen in Infrastruktur aus – vor allem in der Stromerzeugung und der Gasgewinnung, aber auch in der Energieübertragung und -verteilung. Sowohl die Marktstrukturen als auch der Grad an Wettbewerb und Regulierung sind Schlüsselfaktoren bei der Bestimmung der Investitionsanreize für Unternehmen. Dennoch sind die empirischen Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen diesen Faktoren und privaten Investitionen noch immer recht bescheiden, insbesondere in den Energiesektoren. Die vorliegende Studie untersucht empirisch, ob die Wettbewerbspolitik und regulatorische Eingriffe in die europäischen Märkte für Gas und Strom die Investitionsanreize für Unternehmen beeinflussen. Es zeigt sich, dass die Durchsetzung der EU-Fusionskontrolle signifikant mit höheren Investitionen in weniger regulierten Märkten zusammenhängt.

Energy sectors - primarily power generation and gas production, but also energy transmission and distribution - require significant capital investment in infrastructure. Market structures as well as the degree of competition and regulation are key factors that determine firms’ incentive to invest. Yet the empirical research on the link between these factors andprivate investment is still quite scarce, especially in the energy sectors. This study empirically examines whether competition policy enforcement and regulatory intervention in European gas and electricity markets affects firms’ incentive to invest. The findings show that EU merger policy enforcement is significantly related to a higher investment in low-regulated markets.

JEL-Classification:

D24;L4;L98;Q4

Keywords:

Investment, Energy, Competition, Competition Policy, Regulation