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Statement vom 09.03.2017

„Forderungen nach einem schnellen Ende der expansiven EZB-Geldpolitik sind verfehlt und verfrüht“

DIW Berlin/B. Dietl (Copyright) Marcel Fratzscher
Copyright: DIW Berlin/B. Dietl

Die Ergebnisse der heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) kommentiert DIW-Präsident Marcel Fratzscher wie folgt:

Die EZB tut gut daran, ihre Politik auf die mittelfristige Preisstabilität auszurichten und nicht auf kurzfristige Preisschwankungen zu reagieren. Forderungen nach einem vorzeitigen Ausstieg der EZB aus ihrer expansiven Geldpolitik sind verfehlt und verfrüht. Die dynamische Preisentwicklung der vergangenen zwei Monate spiegelt in erster Linie eine Normalisierung der Energiepreise wider. Die Wirtschaft des Euroraums ist nach wie vor zu schwach und die Arbeitslosigkeit zu hoch, um eine schnelle Rückkehr zur Preisstabilität und damit ein vorzeitiges Ende der expansiven Geldpolitik zu ermöglichen. Es ist erfreulich, dass die wirtschaftliche Erholung des Euroraums gute Fortschritte macht und die Reformen in Südeuropa beginnen zu greifen. Die hohe politische Unsicherheit ist die größte Gefahr für die Wirtschaft des Euroraums und auch für die EZB und ihre Geldpolitik.

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