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Statement vom 24.04.2017

„Aufatmen in Deutschland und Europa nach erstem Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahl“

DIW Berlin/B. Dietl (Copyright) Marcel Fratzscher
Copyright: DIW Berlin/B. Dietl

Die Ergebnisse des gestrigen ersten Wahlgangs der französischen Präsidentschaftswahl kommentiert DIW-Präsident Marcel Fratzscher wie folgt:

Das Ergebnis des ersten Wahlgangs der französischen Präsidentschaftswahl ist ein vielversprechendes Zeichen auch für Deutschland und Europa. Es wird in der Wirtschaft und den Finanzmärkten ein kollektives Aufatmen auslösen. Der führende Kandidat Emmanuel Macron steht für Wirtschaftsreformen und ein starkes Europa. Die Chancen sind sehr hoch, dass Macron sich im zweiten Wahlgang durchsetzen wird. Es ist noch zu früh, Entwarnung gegen einen Zusammenbruch der Finanzmärkte und gegen das Ende des Euro zu geben. Europa hat aber eine weitere wichtige Hürde zur Beendigung der Finanz- und Wirtschaftskrise genommen. Ich erwarte eine positive Reaktion der Finanzmärkte und des Euro auf die erste Runde der französischen Wahlen. Mit dem Resultat steigen die Erwartungen auch an die Bundesregierung, sehr bald nach der zweiten Wahlrunde mit dem neuen französischen Präsidenten einen konkreten Plan zur Reform der EU und der Beendigung der europäischen Wirtschaftskrise vorzulegen. Die Bundesregierung sollte die Zeit nutzen, um die Reformen Europas voranzutreiben. Mit Macron würde die Bundesregierung einen wichtigen pro-europäischen Partner gewinnen. Berlin muss sich mit einem Präsidenten Macron aber auf einen starken und kritischen Partner auf Augenhöhe einstellen.

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