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12. Oktober 2017

Veranstaltung What works - Perspektiven auf eine moderne Chancengerechtigkeit in der Arbeitswelt

Die fünf besten amerikanischen Orchester hatten jahrzehntelang einen Frauenanteil von insgesamt 5 Prozent. Beim Vorspielen vor den männlichen Jurys fielen die Kandidatinnen regelmäßig durch. Offenbar sind Frauen die schlechteren Musiker. Oder doch nicht? Als eine der Jurys nicht mehr sehen konnte, ob ein Mann oder eine Frau spielte, stieg die Quote plötzlich dramatisch an. Alles, was es dazu brauchte, war ein Vorhang.

Bei der Einstellung, bei der Beförderung, beim Gehalt – überall werden Frauen massiv benachteiligt. Die Harvard-Professorin Iris Bohnet zeigt in ihrem Buch "What works", dass die Ursache dafür oft verzerrte Wahrnehmungen sind, die unsere Entscheidungen auch dann beeinflussen, wenn wir fest glauben, dass wir ganz objektiv sind. So wie die Jury überzeugt war, dass sie lediglich die musikalische Leistung bewertet. Die Antwort auf dieses Dilemma liegt nicht in der Anpassung der Frauen an männliche Verhaltensmuster oder im Appell an unsere Objektivität. Wir können unsere Wahrnehmung nicht überlisten. Aber wir können mehr Vorhänge aufhängen und die Spielregeln ändern.

Im Gespräch mit DIW-Wissenschaftlerin Johanna Mollerstrom beleuchtet Iris Bohnet, wie jenseits von Quoten und Gesetzen Frauen gefördert und Perspektiven moderner Gleichstellung in der Arbeitswelt entwickelt werden können.

Wir freuen uns über Ihre verbindliche Anmeldung an

Referent/-in
  • Iris Bohnet, Verhaltensökonomin und Professorin für Public Policy an der Harvard Kennedy School in Cambridge, Massachusetts

    Johanna Mollerstrom, Leiterin der Abteilung Wettbewerb und Verbraucher am DIW Berlin und Professorin für Angewandte Mikroökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin

  • Zeit
    18:30 Uhr
    Ort
    DIW Berlin (Schumpeter Hall) Mohrenstr. 58 10117 Berlin
    Ansprechpartner/-in
    im DIW Berlin
    Tel.: +49 30 89789 181