Bericht , Nachricht vom 01.11.2017

Call for Papers "Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung" 3/2018: Geld und die Welt

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Geld und Finanzmärkte verbinden über alle Grenzen hinweg. Die Ursachen der internationalen Finanzkrise 2007/2008 und der europäischen Krise sind noch nicht beseitigt. Die traditionellen Finanzintermediäre wie Banken stehen stark unter Wettbewerbsdruck. Sie werden in allen wichtigen Industrienationen durch eine Fast-Nullzinspolitik der Zentralbanken alimentiert.

  • Anders als im letzten Jahrhundert ist Geld im Überfluss vorhanden, das nach renditestarker Verwendung sucht. Wie soll das Geld sinnvoll angelegt werden?
  • Der deutsche Finanzsektor ist als Teil der Eurozone zu begreifen; er machte zuletzt wieder Profite – jedoch weniger mit dem traditionellen Kreditgeschäft. Der Beschäftigungsabbau im Bankensektor ist massiv. Das traditionelle Geschäftsmodell von Banken wird zunehmend durch wenig bis nicht regulierte Finanzinnovationen in Frage gestellt. Stichworte sind hierbei die FinTecs, Digitalisierung, Industrie 4.0 und Vernetzung. Hat der Bankensektor sein originäres Geschäftsfeld verloren?
  • Die Vorstandsposten sind weitgehend fest in Männerhand; auf der operativen Ebene sind viele Frauen eingesetzt. Wie wirkt sich die Zusammensetzung auf die Performance von Firmen und Banken aus? Gibt es Unterschiede im Anlageverhalten?
  • Bitcoins, Crowdfunding und ein wachsender Schattenbanksektor können als Investitionsalternativen begriffen werden. Wie könnten Investitionsstrategien in diese alternativen Investments aussehen?

In diesem Vierteljahrsheft geht es um die ökonomischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Finanzsektors. Zentrale Fragen können u.a. sein:

  • Wie stabil ist der Finanzsektor heute? Wie sehen die Geschäftsmodelle von morgen aus? Wie leistungsfähig ist die europäische Bankenunion? Wie wirkt der Nullzins international? Welche Folgen hat Basel III für die Kreditvergabe?
  • Euro und Europäische Bankenaufsicht – wie geht das? Was heißt „systemrelevant“? Wie aussagekräftig sind Frühwarnsysteme und Stresstests?
  • Wie funktionieren FinTechs? Crowdfunding, crowdlending und andere Formen. Sind Bitcoins eine alternative zum Zentralbankgeld?
  • Wie weit geht der bargeldlose Zahlungsverkehr? Was bedeutet Geld in einer globalen Wirtschaft? Wie überweisen MigrantInnen Geld ins Heimatland?
  • Wie sieht eine optimale Regulierung aus?


Interessierte Autorinnen und Autoren senden bitte bis zum 10. Dezember 2017 einen Abstract an .

Eine Mitteilung über die Annahme erfolgt zum 15. Dezember 2017. Das vollständige Manuskript soll am 15. April 2018 vorliegen.

Call for Papers zum DIW Vierteljahrsheft 3/2018 zum Download | PDF, 73.43 KB

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