Bericht , Nachricht vom 02.11.2017

Zentralbanken sollten ihre Intervention am Devisenmarkt mit Kommunikation begleiten

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Zentralbanken, zum Beispiel die schweizerische und die zahlreicher Schwellenländer, intervenieren häufig an Devisenmärkten. Es ist jedoch nicht unmittelbar festzustellen, ob diese Interventionen wirksam sind. Mittels anerkannter Kriterien analysiert dieser Bericht die Erfolgswahrscheinlichkeit aus einem Datensatz von 4.500 Interventionsepisoden aus 33 Ländern. Dabei ist es wichtig, Währungsregimes zu unterscheiden, da jeweils andere Ziele im Vordergrund stehen. Während in flexiblen Wechselkursregimes seltener interveniert wird und meist Trends verändert werden sollen, zielen andere Regimes auf eine Stabilisierung des Wechselkurses in einem Band, in dem sich der Wechselkurs bewegen kann. Interventionen sind generell erfolgreicher, wenn sie mit größeren Volumen durchgeführt werden, mit dem Wechselkurstrend gehen und hin zum Fundamentalwert orientiert sind. Wenn EntscheidungsträgerInnen zudem Interventionen oder Veränderungen der Wechselkurspolitik kommunizieren, können diese stärker wirken. ZentralbankerInnen sollten also Interventionen mit Kommunikation begleiten, um ihre Erfolgswahrscheinlichkeit zu erhöhen. [...]

Der vollständige Bericht von Lukas Menkhoff und Tobias Stöhr im DIW Wochenbericht 44/2017