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DIW Wochenbericht

9 / 2018 Ungleichheit in Deutschland geht bei Stundenlöhnen seit 2014 zurück, stagniert aber bei Monats- und Jahreslöhnen Markus M. Grabka, Carsten Schröder S. 157-166

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Abstract:

Obwohl der Arbeitsmarkt boomt, bleibt das Thema Lohnungleichheit relevant. In diesem Bericht wird die Veränderung der Bruttolöhne und ihrer Verteilung zwischen 1992 und 2016 untersucht. Dabei werden neben dem realen vertraglich vereinbarten Bruttostundenlohn auch der Bruttomonats- und der Bruttojahreslohn unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigen, dass die Lohnungleichheit insgesamt zunächst zwischen 1992 und 2005 signifikant angestiegen ist und dies insbesondere bei den Monats- und Jahreslöhnen. Seitdem liegt die Lohnungleichheit für die Monats- und Jahreslöhne konstant auf dem Niveau von 2005. Die Ungleichheit bei den Stundenlöhnen sinkt seit 2014. Auch der durchschnittliche reale Bruttostundenlohn ist von 2013 bis 2016 nach einer längeren Phase der Stagnation um fünf Prozent gestiegen. Für die untersten zehn Prozent stieg er sogar um 13 Prozent, was auch mit der Einführung von Mindestlöhnen zusammenhängt. Auf niedrige Monats- und Jahreslöhne hatte dies dagegen nicht den intendierten starken Effekt.

JEL-Classification:

D31;I31;I32

Keywords:

Wage inequality, monthly earnings, annual earnings, SOEP