Nachrichten und Pressemitteilungen des DIW Berlin https://www.diw.de/de/diw_01.c.618106.de/nachrichten.html Nachrichten und Pressemitteilungen de-de https://www.diw.de/sixcms/media.php/37/diw_logo_farbe_mini.jpg DIW Berlin https://diw.de/ Ein Vorschlag für einen Grand Bargain in der Finanzpolitik /de/diw_01.c.1009883.de/nachrichten/ein_vorschlag_fuer_einen_grand_bargain_in_der_finanzpolitik.html ]]> Fri, 05 Jun 2026 11:55:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1009883.de Podcast 'fossilfrei' - #43: EU-Klimaziele erfordern massiv erneuerbare Energien und Elektrifizierung /de/diw_01.c.1009839.de/nachrichten/podcast__fossilfrei__-__43__eu-klimaziele_erfordern_massiv_erneuerbare_energien_und_elektrifizierung.html ]]> Fri, 05 Jun 2026 11:09:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1009839.de EU-weite Herstellung von Photovoltaikanlagen benötigt einheitliche Regeln /de/diw_01.c.1009639.de/eu-weite_herstellung_von_photovoltaikanlagen_benoetigt_einheitliche_regeln.html ]]> Wed, 03 Jun 2026 09:30:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1009639.de SOEP-1-26-P /sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1009667.de ]]> Wed, 03 Jun 2026 00:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1009667.de Katharina Wrohlich: „Ehegattensplitting reformieren, Familien gezielter fördern“ /de/diw_01.c.1009615.de/ehegattensplitting_reformieren__familien_gezielter_foerdern.html Steuervorteil des Ehegattensplittings begrenzen, Kindergeld und Kinderfreibetrag ausweiten: Eine Gruppe von Ökonom*innen hat der Bundesregierung heute in Form eines offenen Briefes einen Reformvorschlag zum Ehegattensplitting unterbreitet. Den Brief haben zahlreiche namhafte Professor*innen aus den Bereichen Ökonomie und Jura unterzeichnet. Zu den Initiator*innen gehört neben Nicola Fuchs-Schündeln (Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung) und Monika Schnitzer (Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft) auch Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Zum Ansinnen des offenen Briefes äußert sich Katharina Wrohlich wie folgt:

Eine Reform des Ehegattensplittings sollte dringend angegangen werden. Dadurch würde eine Ausweitung der Erwerbsarbeitszeit für viele verheiratete Frauen finanziell attraktiver. Das ist aus gleichstellungspolitischer Sicht relevant, weil so die ökonomische Eigenständigkeit von Frauen gestärkt wird. Es ist aber auch vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte zur Sicherung unserer sozialen Sicherungssysteme von großer Bedeutung. Angesichts des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels kann Deutschland es sich nicht leisten, Erwerbspotenziale ungenutzt zu lassen.

Besonders wichtig ist zudem: Die durch die Reform entstehenden steuerlichen Mehreinnahmen sollten direkt wieder an Familien mit Kindern rückverteilt werden. Das heutige Ehegattensplitting fördert Ehepaare unabhängig davon, ob Kinder im Haushalt leben. Allerdings sind häufig Kinder der eigentliche Grund, weshalb Paare ihre Erwerbs- und Sorgearbeit aufeinander abstimmen und ein Elternteil, überwiegend die Mutter, beruflich zeitweise zurücktritt. Eine Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag, finanziert durch die steuerlichen Mehreinnahmen aus der Reform des Ehegattensplittings, würde Familien gezielter unterstützen und zugleich Alleinerziehende sowie unverheiratete Eltern besser einbeziehen.


]]>
Tue, 02 Jun 2026 15:09:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1009615.de
Reformvorschlag für das Ehegattensplitting: Ehe schützen, Familien stärken, Erwerbsanreize verbessern /de/diw_01.c.1009604.de/nachrichten/reformvorschlag_fuer_das_ehegattensplitting__ehe_schuetzen__familien_staerken__erwerbsanreize_verbessern.html ]]> Tue, 02 Jun 2026 15:00:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1009604.de Wenn Angst die Demokratie zerstört /de/diw_01.c.1009375.de/nachrichten/wenn_angst_die_demokratie_zerstoert.html ]]> Mon, 01 Jun 2026 09:50:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1009375.de Gesundheitssystem ist für Geflüchtete in den ersten Jahren nach Ankunft schwer zugänglich /de/diw_01.c.1009096.de/gesundheitssystem_ist_fuer_gefluechtete_in_den_ersten_jahren_nach_ankunft_schwer_zugaenglich.html ]]> Thu, 28 May 2026 10:28:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1009096.de Verwaltungsqualität als Standortfaktor /de/diw_01.c.1009236.de/nachrichten/verwaltungsqualitaet_als_standortfaktor.html ]]> Thu, 28 May 2026 09:22:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1009236.de DIW-Konjunkturbarometer Mai: Fast zurück auf Los /de/diw_01.c.1009015.de/diw-konjunkturbarometer_mai__fast_zurueck_auf_los.html ]]> Wed, 27 May 2026 10:38:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1009015.de Wenn KI zur Gefahr für die Mittelschicht wird /de/diw_01.c.1008994.de/nachrichten/wenn_ki_zur_gefahr_fuer_die_mittelschicht_wird.html ]]> Tue, 26 May 2026 10:59:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1008994.de Deutschlands forschungsintensive Industrie verliert an Wettbewerbsfähigkeit /de/diw_01.c.1008457.de/deutschlands_forschungsintensive_industrie_verliert_an_wettbewerbsfaehigkeit.html ]]> Wed, 20 May 2026 10:04:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1008457.de Podcast 'fossilfrei' - #42: Mit Fernwärme und Wärmespeichern die Energiewende beschleunigen! /de/diw_01.c.1008723.de/nachrichten/podcast__fossilfrei__-__42__mit_fernwaerme_und_waermespeichern_die_energiewende_beschleunigen.html ]]> Tue, 19 May 2026 13:56:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1008723.de Das wäre dann aber ein Rentenroulette /de/diw_01.c.1008488.de/nachrichten/das_waere_dann_aber_ein_rentenroulette.html ]]> Mon, 18 May 2026 10:35:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1008488.de Clara Schäper hat ihre Dissertation erfolgreich verteidigt /de/diw_01.c.1008364.de/clara_schaeper_hat_ihre_dissertation_erfolgreich_verteidigt.html ]]> Wed, 13 May 2026 17:01:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1008364.de Lamfalussy Research Fellowship for Gökhan Ider and Hedda Thorell /de/diw_01.c.1008352.de/lamfalussy_research_fellowship_for_goekhan_ider_and_hedda_thorell.html ]]> Wed, 13 May 2026 16:55:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1008352.de Fehlzeiten auf Rekordniveau: DIW-Studie sieht Atemwegserkrankungen und Verhaltenswandel als Hauptursachen /de/diw_01.c.1008094.de/fehlzeiten_auf_rekordniveau__diw-studie_sieht_atemwegserkrankungen_und_verhaltenswandel_als_hauptursachen.html ]]> Wed, 13 May 2026 09:12:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1008094.de Deutschlands goldenes Sparschwein /de/diw_01.c.1008059.de/nachrichten/deutschlands_goldenes_sparschwein.html ]]> Mon, 11 May 2026 10:53:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1008059.de Beitragsjahre als Kriterium für Renteneintritt würde neue Ungleichheiten schaffen – und das eigentliche Problem nicht lösen /de/diw_01.c.1007994.de/beitragsjahre_als_kriterium_fuer_renteneintritt_wuerde_neue___heiten_schaffen_____und_das_eigentliche_problem_nicht_loesen.html 8. Mai 2026 – In der rentenpolitischen Debatte gewinnt ein aktueller Vorschlag viel Zuspruch: das Renteneintrittsalter an die Zahl der geleisteten Beitragsjahre zu koppeln. Als Kriterium für den Renteneintritt werden in der Regel 45 Beitragsjahre genannt. Die Idee dahinter ist intuitiv einleuchtend: Wer früh berufstätig war und lange eingezahlt hat, soll auch früher in Rente gehen dürfen. Doch so plausibel diese Logik auf den ersten Blick erscheint, so komplex sind die Fragen, die sich für eine Umsetzung ergeben würden. Entscheidend ist, welche Zeiten überhaupt als anrechenbare Wartezeiten gelten. Denn Versicherungsbiografien verlaufen selten geradlinig. Für viele Versicherte wechseln sich Erwerbsphasen mit Zeiten der Arbeitslosigkeit, Krankheit, Kindererziehung oder Pflege ab. Um diese Vielfalt näher zu beleuchten, betrachtet diese Kurzstudie empirische Versicherungszeiten nach verschiedenen rentenrechtlichen Definitionen für die Geburtskohorte 1957. Die Analyse der Versicherungsdaten zeigt, dass unter der aktuellen Definition der Wartezeit von 45 Jahren nur 40 Prozent der Versicherten dieses Jahrgangs die 45-Jahres-Schwelle bis zum Renteneintritt erreicht hatten. Würde man diese Schwelle für alle Versicherten verbindlich einführen, würden vor allem zwei Gruppen erst später als bisher in Rente gehen können: einerseits Akademiker*innen, die später ins Erwerbsleben eintreten, andererseits Personen mit unterbrochenen Erwerbsbiografien. Zu letzteren zählen insbesondere Frauen mit Kindern und Personen mit Phasen längerer Arbeitslosigkeit.


]]>
Fri, 08 May 2026 11:51:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1007994.de
Teresa Schildmann: „Steuerschätzung ist Warnsignal für Finanzpolitik der Bundesregierung“ /de/diw_01.c.1007759.de/steuerschaetzung_ist_warnsignal_fuer_finanzpolitik_der_bundesregierung.html Der neuesten Steuerschätzung zufolge dürfte der Gesamtstaat bis 2030 jedes Jahr fast 18 Milliarden Euro weniger als noch im Oktober erwartet zur Verfügung haben. Auf Bundesebene fehlen im Vergleich zum vergangene Woche präsentierten Finanzplan des Bundesfinanzministers im kommenden Jahr voraussichtlich vier Milliarden Euro und 2028 und 2029 jeweils zwei Milliarden Euro. Dazu eine Einschätzung von Teresa Schildmann, Wissenschaftlerin in der Abteilung Makroökonomie im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Mitglied des Arbeitskreises Steuerschätzung:

Die aktuelle Steuerschätzung ist ein Warnsignal für die Finanzpolitik der Bundesregierung. Der finanzielle Spielraum des Bundes wird wieder enger – nicht nur aufgrund der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs, sondern auch wegen zusätzlicher steuerlicher Entlastungsmaßnahmen der vergangenen Monate. Das dürfte die Haushaltsaufstellung für die kommenden Jahre weiter erschweren.  

Zwar profitiert der Staat kurzfristig teilweise von höheren Preisen vor allem bei Energie, da diese die Einnahmen etwa bei der Umsatzsteuer erhöhen. Gleichzeitig überwiegen jedoch die negativen Effekte: Die hohe Unsicherheit belastet Konsum und Investitionen, die wirtschaftliche Dynamik schwächt sich ab und insbesondere bei gewinnabhängigen Steuern fallen die Einnahmen geringer aus. Hinzu kommen neue steuerpolitische Maßnahmen wie die dauerhafte Umsatzsteuersenkung in der Gastronomie, die dauerhafte Senkung der Stromsteuer für das produzierende Gewerbe oder der Tankrabatt, also die temporäre Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe, die die öffentlichen Haushalte zusätzlich belasten.  

Die Bundesregierung steht damit zunehmend vor einem Zielkonflikt: Einerseits besteht weiterhin der politische Wunsch nach Entlastungen für Bürger*innen sowie Unternehmen. Andererseits werden die Spielräume für zusätzliche Ausgaben kleiner. Zusätzliche Einnahmen durch höhere Verbrauchsteuern etwa auf Tabakprodukte und zuckerhaltige Getränke können dabei nur begrenzt helfen.  

Es spricht daher vieles dafür, dass die Politik künftig stärker auf die Ausgabenseite schauen muss. Dazu gehören eine konsequentere Prüfung und gegebenenfalls der Abbau von Subventionen, eine effizientere Verwaltung und langfristig auch Reformen bei den Sozialversicherungssystemen. Entscheidend wird sein, die öffentlichen Finanzen nachhaltig zu stabilisieren, ohne die wirtschaftliche Erholung zusätzlich zu belasten.


]]>
Thu, 07 May 2026 15:57:00 +0200 http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.1007759.de