Pressemitteilungen

Aktuelle und ältere Presseinformationen des DIW Berlin

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07.02.2018

Haushaltsstrompreise: Durch Tarifwechsel sind große Einsparungen möglich

Einzelhandelsstrompreise entwickeln sich je nach Anbieter und Tarif sehr unterschiedlich – Grundversorgungstarife sind zwischen 2007 und 2014 stark gestiegen, günstigste Markttarife dagegen weitgehend konstant geblieben – Sinkende Großhandelspreise wurden von den Anbietern in verschiedenem Maß an die Haushalte weitergegeben

Die durchschnittlichen Strompreise für deutsche Haushalte sind seit 2007 fast kontinuierlich gestiegen, aber der Anstieg der Einzelhandelspreise hat Verbraucherinnen und Verbraucher unterschiedlich stark betroffen. Während sich die Grundversorgungstarife – die teuersten Tarife im Markt – bis 2014 um 50 Prozent erhöhten, blieben die günstigsten Tarife im Markt in der Regel unverändert. Die Grundversorger sind gesetzlich verpflichtet, in ihren jeweiligen Versorgungsgebieten Energie zu einem Grundversorgungstarif an alle Haushalte zu verkaufen. Ein Tarifwechsel von diesem Grundversorgungstarif zum günstigsten Lieferanten hätte den Verbraucherinnen und Verbrauchern viel Geld gespart. Im Jahr 2014 wäre bei einem mittleren Stromverbrauch (2800 Kilowattstunden pro Jahr) eine durchschnittliche Ersparnis von fast 400 Euro möglich gewesen. Trotzdem wechseln immer noch relativ wenige Haushalte den Anbieter.

31.01.2018

DIW Konjunkturbarometer Januar 2018: Deutsche Konjunktur im Höhenflug

Der Höhenflug der deutschen Wirtschaft geht weiter: Zum Jahresauftakt ist das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf den höchsten Stand seit sieben Jahren geklettert. Der Indexstand für das erste Quartal beträgt nun 118 Punkte – das sind knapp vier Punkte mehr als im Schlussquartal 2017. Damit liegt das Konjunkturbarometer weit über der 100-Punkte-Marke, bei der ein Wachstum von 0,3 Prozent, das dem langjährigen Durchschnitt entspricht, zu erwarten wäre. Dementsprechend dürfte die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr deutlich kräftiger zulegen – nach 0,6 Prozent im vierten Quartal 2017 um voraussichtlich 0,7 Prozent im ersten Quartal 2018, jeweils im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr.

31.01.2018

Arbeitsprogramm der neuen Großen Koalition: DIW Berlin sieht in vielen Bereichen Nachbesserungsbedarf

In wichtigen Bereichen wie Steuerpolitik, Bildung und Energie muss die zukünftige Große Koalition deutlich ambitionierter sein – Reformbedarf in Deutschland wird unzureichend angepackt

Deutschlands nächste Regierung wird höchstwahrscheinlich erneut eine Große Koalition. Die Ergebnisse der Sondierungen zwischen Unionsparteien und SPD, die als Basis für die gegenwärtigen Verhandlungen dienen, adressieren den großen Reformbedarf in Deutschland aber nur unzureichend. Das ist das Fazit mehrerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). „Es gibt bei den Sondierungsergebnissen gute Ansätze, aber zu Europa, in der Steuerpolitik, in der Bildung, bei den Investitionen und auch in anderen Bereichen fehlt es an Visionen und Ambitionen“, fasst DIW-Präsident Marcel Fratzscher zusammen. „Die Koalitionsverhandlungen sollten mehr als nur ein Absegnen der erreichten Einigung bringen. Sie sollten dafür genutzt werden, an vielen Stellen nachzubessern. Deutschland mag es wirtschaftlich gut gehen, aber das Land braucht dringend Reformen. Gerade jetzt ist die Zeit, sie anzustoßen, um nicht weitere vier Jahre zu verschenken.“

24.01.2018

Produktivität der Unternehmen steigt mit mehr Wissenskapital

Erstmalige Untersuchung mit amtlichen Unternehmensdaten – Mehr Wissenskapital erhöht die Produktivität – Industrie investiert bereits heute mehr in Wissen als in Maschinen und Bauten – Wirtschaftspolitik muss bei Investitionen ganzheitlichen Ansatz verfolgen

In Deutschland werden jährlich rund 200 Milliarden Euro in wissensbasiertes Kapital investiert, wie etwa Forschung und Entwicklung, Software und Datenbanken, Marketing und Werbung oder technisches Design. Diese Investitionen erhöhen nicht nur die Produktivität von Unternehmen, sondern machen Investitionen in klassische Investitionsgüter wie Maschinen oder Gebäude effektiver. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf der Basis eines Datensatzes mit fast zwei Millionen amtlichen Unternehmensdaten. „Wir haben ähnlich starke produktivitätssteigernde Wirkungen festgestellt, egal ob in Forschung und Entwicklung, in Organisationslösungen oder Software investiert wurde“, sagt Alexander Schiersch, der das Projekt leitete.

17.01.2018

Deutsch-französisches Reformkonzept für die Europäische Währungsunion: Marktdisziplin und Risikoteilung unter einem Hut

Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und des ifo Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.

Eine Gruppe von 14 Ökonominnen und Ökonomen aus Deutschland und Frankreich, der auch Marcel Fratzscher (Präsident des DIW Berlin) und Clemens Fuest (Präsident des ifo Instituts) angehören, schlägt heute ein Reformpaket für die Europäische Währungsunion vor. Dessen Umsetzung würde den Euroraum robuster und krisenresistenter machen, für solidere Staatsfinanzen sorgen und mehr Wirtschaftswachstum ermöglichen. 

Nach beinahe zehn Jahren Stagnation geht es für die europäische Wirtschaft wieder aufwärts. Gleichzeitig bleibt das Banken- und Finanzsystem der Währungsunion anfällig für Krisen, der Euroraum ist wirtschaftlich und politisch gespalten und nicht in der Lage, sein Wachstumspotential auszuschöpfen. Es ist höchste Zeit für eine Reform der finanziellen, fiskalischen und institutionellen Architektur des Euroraums.

16.01.2018

Einkommensverteilung in Deutschland: Spreizung der Bruttoeinkommen hat seit der Wiedervereinigung zugenommen

Die zehn Prozent mit dem höchsten Einkommen erwirtschaften in Deutschland fast genauso viel wie die mittleren 40 Prozent – Oberstes Ein-Prozent steigert Anteil am Volkseinkommen seit 1995 von acht auf 13 Prozent.

Der Anteil der Spitzeneinkommen am Volkseinkommen ist in Deutschland seit Mitte der neunziger Jahre stark gewachsen. Dagegen hat sich der Anteil, den die Hälfte mit den geringsten Bruttoeinkommen erwirtschaftet, seitdem deutlich reduziert. Das sind wesentliche Ergebnisse einer Untersuchung, die die DIW-Ökonomin Charlotte Bartels im Rahmen des World Inequality Reports für Deutschland auf Basis von Einkommensteuerdaten erstellt hat.

10.01.2018

DIW Managerinnen-Barometer 2018: Geschlechterquote für Aufsichtsräte greift, in Vorständen herrscht nahezu Stillstand

DIW Berlin analysiert Entwicklung des Frauenanteils in mehr als 500 Unternehmen – Keine Signalwirkung der Geschlechterquote auf Vorstände – Besonderer Aufholbedarf bei Banken und Versicherungen – Gemeinsame Anstrengungen von Politik und Unternehmen nötig

Die Geschlechterquote für Aufsichtsräte in Höhe von 30 Prozent greift: In den Kontrollgremien der gut 100 Unternehmen in Deutschland, die seit 2016 an die Quote gebunden sind, ist der Frauenanteil bis Ende des Jahres 2017 auf durchschnittlich gut 30 Prozent gestiegen. Das sind fast drei Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Erstmals zeigt das Managerinnen-Barometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), dass zahlreiche Unternehmen den Frauenanteil in ihrem Aufsichtsrat auch über das vorgegebene Minimum hinaus erhöhen.

10.01.2018

Prognose des Bauvolumens: Der Boom im Wohnungsneubau geht zu Ende

Bauwirtschaft entwickelt sich weiter sehr positiv – mehr Raum für Modernisierung und Sanierung bestehender Gebäude – Baupreise ziehen kräftig an

Die Baukonjunktur bleibt auch in den kommenden beiden Jahren deutlich aufwärtsgerichtet, so die Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die im Rahmen seiner jährlichen Prognose des Bauvolumens im Auftrag des Bundesbauministeriums (BMUB) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) erarbeitet wird. Allerdings werden die Investitionen stärker in Sanierungen und Modernisierungen und weniger in den Neubau fließen. Die Bautätigkeit der gewerblichen Wirtschaft und die der öffentlichen Hand werden voraussichtlich weiterhin nur moderat steigen.

04.01.2018

Gert G. Wagner feiert seinen 65. Geburtstag und beendet seine Tätigkeit im DIW-Vorstand

Gert G. Wagner, von 2011 bis 2017 Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), feiert am 5. Januar seinen 65. Geburtstag. Der Ökonom und Sozialwissenschaftler leitete von 1989 bis 2011 die Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin und entwickelte das SOEP zur größten und am längsten laufenden Langzeitstudie zur sozialen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Zum Jahreswechsel verabschiedete sich Wagner aus dem Vorstand des DIW Berlin, bleibt dem Institut aber auch über seinen offiziellen Ruhestand als Professor an der Technischen Universität Berlin im April 2018 hinaus in der Funktion eines „Visiting Senior Research Fellow“ als Wissenschaftler verbunden. Den Schwerpunkt seiner künftigen Forschungstätigkeit verlagert er zum Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, an dem er bereits seit 2008 als Max Planck Fellow aktiv ist.

21.12.2017

DIW Konjunkturbarometer Dezember 2017: Boom hält an – trotz eines Dämpfers zum Jahresausklang

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat im Dezember um vier Zähler auf nunmehr 109 Punkte nachgegeben. Der Wert über 100 zeigt aber immer noch ein überdurchschnittliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal von gut einem halben Prozent gegenüber dem dritten Quartal an. „Im Schlussquartal wird das Plus bei der Wirtschaftsleistung zwar etwas schwächer ausfallen als zuvor. Die prall gefüllten Auftragsbücher sprechen aber dafür, dass der kräftige Aufschwung anhält“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner.

19.12.2017

Neue DIW-Studien unterstreichen die Bedeutung der Kita-Qualität für die Entwicklung von Kindern

Kinder mit nichtdeutscher Familiensprache sind häufig mit anderen solchen Kindern in einer Kita – Politik sollte Anreize für Mindestanteile von Kindern mit Migrationshintergrund abschaffen – Andere Studie zeigt, dass Kita-Qualität das soziale Verhalten von Kindern stark beeinflusst – Bei Kindern aus sozioökonomisch benachteiligten Familien ist der Effekt am stärksten

Mehr und mehr Kinder besuchen in Deutschland eine Kindertageseinrichtung – im Jahr 2016 waren es fast 33 Prozent der Kinder unter drei Jahren und mit rund 94 Prozent bereits nahezu alle Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Die Qualität der Kitas und die Zusammensetzung der Kita-Gruppen spielen eine bedeutende Rolle für die Entwicklung des Verhaltens und der Sprachkompetenzen der Kinder. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt aber, dass Kinder, deren Familiensprache nicht Deutsch ist, häufig eine Kita besuchen, in der das auch auf viele andere Kinder zutrifft.

13.12.2017

DIW-Konjunkturprognose: Deutschland in der Hochkonjunktur, aber nicht auf dem Weg in die Überhitzung

DIW Berlin erhöht Konjunkturprognose für dieses und nächstes Jahr auf jeweils  2,2 Prozent – Aufschwung der deutschen Wirtschaft nun auf breiterem Fundament – Privater Konsum, Exporte und auch höhere Investitionen tragen das Wachstum – Finanzpolitische Spielräume sollten genutzt werden, um künftige Wachstumsaussichten zu verbessern – Einige globale Risiken sind nicht vom Tisch

Der deutsche Konjunkturmotor läuft weiter rund – sogar mit einer noch etwas höheren Drehzahl als zuletzt erwartet: Die Konsumnachfrage im Inland ist kräftig, nicht zuletzt, weil immer mehr Menschen in Beschäftigung sind. Hinzu kommt, dass aufgrund einer zunehmend florierenden Weltwirtschaft und einer kräftiger wachsenden Wirtschaft im Euroraum auch die Exporte dynamischer steigen als zuvor. Deshalb investieren die Unternehmen hierzulande auch wieder mehr in ihre Maschinen und Anlagen. In seiner neuesten Konjunkturprognose geht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) daher davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 2,2 Prozent wachsen wird. Damit erhöhen die Konjunkturforsche­rInnen ihre Prognose gegenüber dem Herbst um einen Viertel-Prozentpunkt. Auch im kommenden Jahr dürfte das Bruttoninlandsprodukt in dieser Größenordnung zunehmen.

13.12.2017

Finanzpolitik: Hohe Überschüsse für zukünftigen Wohlstand nutzen

Hochkonjunktur füllt Staatskasse – Sozialversicherungen durch mehr steuerfinanzierte Zuschüsse stützen und Freibeträge im Niedriglohnsektor gewähren – Große Unklarheit über weitere Ausrichtung der Finanzpolitik

Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen werden dieses Jahr voraussichtlich mit einem Überschuss von 47,4 Milliarden Euro abschließen. Im nächsten Jahr dürfte er 46,0 und im übernächsten 54,1 Milliarden Euro betragen. Dies prognostiziert das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf der Basis seiner aktuellen Konjunkturprognose. Zu einem Drittel gehen diese Überschüsse aber auf die Hochkonjunktur zurück. Zudem wird der finanzpolitische Spielraum durch die Niedrigzinsen überzeichnet. Die Politik sollte deshalb nicht aus dem Vollen schöpfen, sondern zukunftsorientiert handeln: „Wir müssen die noch guten Zeiten nutzen, um die Wachstumschancen in der Zukunft zu erhöhen“, sagt DIW Finanzexpertin Kristina van Deuverden. Auf Deutschland kommen wegen seiner schrumpfenden und alternden Bevölkerung magere Jahre zu. In den anstehenden Koalitionsverhandlungen sollte deshalb auf Maßnahmen fokussiert werden, die dem drohenden wirtschaftlichen Abstieg entgegenwirken und die Wachstumschancen mittel- und langfristig erhöhen. Dies wären etwa die Entlastung von Arbeitseinkommen für mehr Arbeitsanreize sowie Investitionen in Infrastruktur und Bildung.

07.12.2017

Das Potenzial für umweltfreundliche öffentliche Beschaffung ist in Deutschland noch weitgehend ungenutzt

Öffentliche Beschaffung kann einen wertvollen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wirtschaft leisten – Trotz zuletzt steigender Tendenz werden nur 2,4 Prozent aller Beschaffungsverträge nach umweltfreundlichen Kriterien vergeben – Politischer Wille und Handlung notwendig, um Potenzial zu heben

Umweltfreundliche öffentliche Beschaffung (auch green public procurement oder GPP genannt), bei der die öffentliche Hand Verträge für Produkte und Dienstleistungen nicht nur nach Preis sondern nach Kriterien der Umweltfreundlichkeit vergibt, kommt in Deutschland noch viel zu wenig zum Einsatz, zeigt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Diese Praxis ist in den letzten Jahren zwar zunehmend angewendet worden, ihr Einsatz bleibt aber insgesamt marginal: Im Jahr 2015 berücksichtigten lediglich 2,4 Prozent der öffentlichen Vergaben „grüne“ Kriterien, zeigt die DIW-Analyse auf Basis eines umfangreichen Datensatzes.

06.12.2017

Rund 1,8 Millionen Beschäftigte, die Anspruch auf den Mindestlohn haben, bekommen weniger

Mindestlohn hat zu bedeutenden Lohnsteigerungen geführt – Noch bekommen aber ungefähr sieben Prozent der anspruchsberechtigten ArbeitnehmerInnen weniger als den Mindestlohn, Mini-JobberInnen und Beschäftigte in kleinen Firmen sind besonders betroffen – Berücksichtigt man auch Erwerbstätige ohne Anspruch auf den Mindestlohn, wie Selbständige, verdienten im Jahr 2016 insgesamt etwa 4,4 Millionen Menschen in Deutschland weniger als 8,50 Euro brutto pro Stunde – Handlungsbedarf bei den Kontroll- und Sanktionsmechanismen zum Mindestlohn sowie bei der Aufzeichnung der Arbeitszeiten

Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Universität Potsdam zeigt, dass der Mindestlohn zwar zu einer starken Steigerung niedriger Löhne geführt hat, aber dass längst nicht alle, die einen Anspruch darauf haben, ihn auch bekommen.

06.12.2017

Expansive Geldpolitik der EZB: Frühzeitiger Ausstieg dürfte Wachstum und Inflation bremsen

DIW-Studie untersucht Effekte verschiedener Ausstiegsszenarien aus EZB-Anleihekaufprogramm auf europäische Wirtschaft – Frühzeitiger Abbau würde vor allem auf Inflationsrate drücken

Was wäre, wenn die EZB ihr Anleihekaufprogramm noch stärker als Ende Oktober angekündigt reduziert oder den Bestand schneller oder frühzeitiger abbaut? Welche Auswirkungen dies für das Wirtschaftswachstum und die Inflation im Euroraum hätte, haben die DIW-Ökonomen Marius Clemens, Stefan Gebauer und Malte Rieth untersucht.

01.12.2017

Stefan Liebig ab Januar 2018 neues Vorstandsmitglied des DIW Berlin

Stefan Liebig übernimmt ab 1. Januar 2018 Leitung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und Sitz im Vorstand des DIW Berlin

Stefan Liebig, Professor für Soziologie an der Universität Bielefeld, wird zum 1. Januar 2018 Gert G. Wagner (64) als Vorstandsmitglied ablösen, der diese Position planmäßig altersbedingt abgeben wird. Im Vorstand des DIW Berlin verbleiben weiterhin Marcel Fratzscher als Präsident und Angelica E. Röhr als Geschäftsführerin. Zudem wird Stefan Liebig ab Anfang 2018 Direktor der Infrastruktureinrichtung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin. Gert G. Wagner wird ab 1. Januar 2018 „Visiting Senior Research Fellow“, der gegenwärtige Direktor, Jürgen Schupp, Vize-Direktor des SOEP.

29.11.2017

DIW Konjunkturbarometer November 2017: Euphorische Erwartungen signalisieren starken Jahresausklang

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt für das Schlussquartal 2017 erneut ein außerordentlich kräftiges Wachstum an: Der Indexstand klettert auf 113 Punkte. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte demnach mit gut 0,8 Prozent im vierten Quartal weiterhin überdurchschnittlich zulegen. „Bei der Interpretation der in den letzten beiden Monaten geradezu euphorischen Stimmungsindikatoren ist Vorsicht geboten“, warnt allerdings DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Nach der Wahl dürften viele Unternehmen mit spürbaren Impulsen der Wirtschaftspolitik gerechnet haben – und ob das nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierung noch gilt, bleibt abzuwarten.“ Indikatoren, die die aktuelle Lage widerspiegeln, haben zudem etwas nachgegeben; auch die Industrieproduktion war zuletzt rückläufig.

29.11.2017

Mehr Beschäftigung und mehr Geld in der Rentenkasse

Zwei DIW-Studien zu Teilzeitrente und Anhebung der Regelaltersgrenze: Simulationen zeigen positive Beschäftigungseffekte und fiskalische Auswirkungen

Eine Regelaltersgrenze, die relativ zur Zunahme der Lebenserwartung nach dem Jahr 2030 stiege, könnte helfen, die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung stabil zu halten, ohne dass das Rentenniveau weiter sinkt. Auch eine Teilzeitrente könnte je nach Szenario die Rentenkassen entlasten und die Beschäftigungsquoten erhöhen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse aus zwei DIW-Studien, die sich aktuell dem Thema Rente widmen.

22.11.2017

Deutsche Unternehmen stärken Forschung und Entwicklung – im Inland wie im Ausland

DIW-Studie: FuE-Aufwendungen deutscher Unternehmen im Ausland gegenüber 2003 mehr als verdoppelt. Gleichzeitig stiegen aber auch ihre inländischen Investitionen stark – Gros entfällt auf den Kraftfahrzeugbau und die Pharmaindustrie – Anteil ausländischer Unternehmen an den FuE-Investitionen in Deutschland sinkt.

Deutsche Unternehmen haben in den vergangenen Jahren verstärkt im Ausland in Forschung und Entwicklung (FuE) investiert. Zwischen 2003 und 2015 hat sich das jährliche Volumen im Ausland von 10,9 auf 24 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Der Auslandsanteil an den gesamten FuE-Investitionen deutscher Unternehmen betrug damit 35 Prozent. Doch auch im Inland stiegen ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 76 Prozent auf knapp 45 Milliarden Euro. Insgesamt entfielen 60 Prozent der zusätzlichen FuE-Investitionen auf Standorte in Deutschland und 40 Prozent auf das Ausland.

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