Pressemitteilungen

Aktuelle und ältere Presseinformationen des DIW Berlin

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15.08.2001

Stagnation der gesamtwirtschaftlichen Produktion in Deutschland

DIW Berlin präsentiert erste Ergebnisse der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung für das zweite Quartal 2001

Nach den zurzeit verfügbaren statistischen Indikatoren war die gesamtwirtschaftliche Leistung in Deutschland, gemessen am realen saison- und arbeitstäglich bereinigten Bruttoinlandsprodukt, im zweiten Quartal dieses Jahres leicht rückläufig. Der entsprechende Vorjahreswert wurde nur noch um 0,7 % übertroffen, nach 1,6 % im ersten Quartal

15.08.2001

Zur Bedeutung Deutschlands im Tourismus: DIW Berlin: Datenbasis muss verbessert werden

Das DIW Berlin stellt in seinem aktuellen Wochenbericht 33/2001 fest, dass die Einnahmen Deutschlands im internationalen Reiseverkehr in den vergangenen Jahren zwar kräftig gestiegen sind. Deutschland steht damit auf Platz 6 der zehn einnahmenstärksten Länder.

08.08.2001

Ist die Stromkrise in Kalifornien ein Warnzeichen für Europa?
DIW Berlin untersucht die Neuordnung des Wettbewerbs auf den Strommärkten

Die Deregulierung der Stromversorgung in Kalifornien Mitte der 90er Jahre führte - nach anfänglichen Erfolgen - im vergangenen Winter zu einer krisenhaften Entwicklung. Zum einen stiegen die Strompreise drastisch, und zum andern reichten die verfügbaren Kapazitäten nicht zur Deckung des Strombedarfs aus, so dass für viele Verbraucher die Stromversorgung kurzfristig eingestellt werden musste. Das DIW Berlin versucht in seinem aktuellen Wochenbericht 32/2001, daraus Lehren für Deutschland und die anderen europäischen Länder zu ziehen. Es kommt zu dem Schluss, dass die Ausgangssituation in Europa zwar günstiger ist als in Kalifornien. Allerdings könnte auch hier die Deregulierung der Stromversorgung dazu beitragen, die Kapazitätsreserven zu vermindern und so die Sicherheit der Stromversorgung zu gefährden.

01.08.2001

Übergangsregelungen bei EU-Osterweiterung.
DIW Berlin fordert großzügige Quoten

Das DIW Berlin fordert eine Quote von 100 000 deutschen Arbeitserlaubnissen jährlich für die Bürger der EU-Beitrittskandidaten aus Mittel- und Osteuropa. Das Berliner Institut rechnet mit einer Arbeitskräftewanderung in gleicher Höhe in den ersten Jahren nach der Öffnung. Die Quote soll also nicht beschränken, sondern nur als Absicherung gegen eine unerwartet höhere Einwanderung wirken. Die Ausnutzung der Quote informiert außerdem über die Höhe der Zuwanderung nach Einführung der vollständigen Freizügigkeit. Wird sie nicht ausgeschöpft, kann sie vor Ablauf der Übergangsfristen aufgehoben werden.

01.08.2001

Überstunden und Weiterbildung in Deutschland.
DIW Berlin: Beschäftigungspotential von Job-Rotations-Modellen derzeit gering

Das DIW Berlin stellt in seinem aktuellen Wochenbericht 31/2001 fest, dass Überstunden in Deutschland vor allem von höher qualifizierten Arbeitnehmern geleistet werden. Insgesamt werden immer mehr Überstunden auf Arbeitszeitkonten angesammelt und durch Freizeitausgleich abgegolten - eine wichtige Voraussetzung für die investive Arbeitszeitpolitik, also der Nutzung von Überstunden für Weiterbildungsmaßnahmen. Diese kann durch das Job-Rotations-Modell ergänzt werden: Die Arbeitsplätze sollen in der Zwischenzeit mit Arbeitslosen besetzt werden, die dadurch auf dem ersten Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen können. Das DIW Berlin hält dieses Beschäftigungspotential derzeit aber für gering, da sich vor allem qualifizierte Arbeitnehmer weiterbilden und die Länge der Weiterbildungsmaßnahmen in den allermeisten Fällen zu kurz ist.

25.07.2001

Wohnsituation von Ausländern.
DIW Berlin: Trotz Verbesserung immer noch großer Abstand zu deutschen Haushalten

Die Wohnsituation von Ausländern hat sich in Westdeutschland seit 1985 deutlich verbessert. Hatten damals noch 15 % kein Badezimmer, waren es 1998 nur noch 2 %. Auch die Zahl der Haushalte ohne Zentralheizung ist gesunken; ihr Anteil hat sich mit 16 % mehr als halbiert. Pro Person (bedarfsgewichtet) stehen jedem ausländischen Haushalt inzwischen durchschnittlich 31 qm Wohnfläche zur Verfügung, drei mehr als noch 1985.

25.07.2001

Forschungs- und Innovationssysteme in Europa.

DIW Berlin zur Rolle von privaten und öffentlichen Forschungseinrichtungen

Innovationen erfordern das Zusammenwirken verschiedener Institute und Unternehmen. Die Arbeitsteilung von öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen einerseits, die stärker Grundlagenforschung betreiben, und privaten Dienstleistungsfirmen andererseits, die eher unmittelbar produktionsbezogene Beratungs- und Implementierungsleistungen erbringen, bildet in Europa das Grundmuster für die Erbringung von Innovationen. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin, das Forschungs- und Innovationssysteme in sechs europäischen Ländern untersucht hat, in seinem aktuellen Wochenbericht 30/2001.

16.07.2001

DIW-Präsident zum Honorarprofessor der Freien Universität Berlin ernannt

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), Prof. Dr. Klaus F. Zimmermann, wird am Dienstag, 17. Juli 2001, zum Honorarprofessor der Freien Universität Berlin ernannt. Die neue Aufgabe verdeutlicht die enge Verbindung, die das DIW Berlin mit den Berliner Universitäten eingeht. Zimmermann hat seit seinem Amtsantritt Anfang 2000 für das DIW Berlin mit allen Berliner Universitäten Kooperationsverträge geschlossen, um eine enge Interaktion von Lehre, Forschung und Politikberatung einzuleiten. Konkretisiert wurde dies auch durch gemeinsame Berufungen von Professoren der Berliner Universitäten und der Universität Potsdam auf die Position des Vizepäsidenten und Abteilungsleiterstellen des DIW Berlin. Daneben arbeitet das Institut eng mit einem Kreis Berlin-Brandenburger Wirtschaftswissenschaftler zusammen, um eine gemeinsame Plattform für Forschung, Lehre und Politikberatung aufzubauen. Dazu gehört auch, dass Wissenschaftler vermehrt an der Grundlagenforschung des DIW Berlin teilhaben und in Wirtschaftsberatungsprojekte eingebunden sind. Das Institut verstärkt sein Lehrangebot und seine Integration in Master- und Doktorandenprogramme der beteiligten Universitäten.

10.07.2001

Deutsches Wirtschaftswachstum eingebrochen:
Nur noch 1,0 % in diesem Jahr.
DIW Berlin stellt Sommer-Grundlinien 2001/2002 vor

Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wird in diesem Jahr nur noch um 1,0 % wachsen. Erst für das kommende Jahr ist mit einer spürbaren Erholung der Konjunktur und einem Wirtschaftswachstum von 2,3 % zu rechnen. Zu dieser Konjunkturprognose kommt das DIW Berlin in seinen Sommer-Grundlinien zur Wirtschaftsentwicklung 2001/2002. Auch im Euroraum deutet sich für dieses Jahr eine weitere Verlangsamung der gesamtwirtschaftlichen Expansion an; die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts wird nur 1,9 % betragen. Zu einer Belebung wird es erst im Jahre 2002 kommen; die gesamtwirtschaftliche Produktion nimmt dann um 2,5 % zu. Zur nachhaltigen Überwindung der Konjunkturschwäche schlägt das DIW Berlin eine 4-Punkte-Strategie für die Geld-, Lohn- und Finanzpolitik vor.

04.07.2001

Sonntagsarbeit in Deutschland:
Ausweitung durch Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft

Im vergangenen Jahr arbeiteten 8,5 Mill. Beschäftigte in Deutschland sonntags, das sind knapp ein Viertel aller Erwerbstätigen und 5,3 % mehr als noch vor vier Jahren. Am stärksten nahm die Sonntagsarbeit bei den öffentlichen und privaten Dienstleistungen zu (+ 8,1 %). Doch nur die wenigsten sonntags Beschäftigten müssen regelmäßig an diesem Tag arbeiten, die meisten nur gelegentlich. Gefragt nach ihrer allgemeinen Lebenszufriedenheit sind diese Beschäftigten weniger oft unzufrieden als diejenigen, die nie am Sonntag arbeiten. Zu diesen Ergebnissen kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 27/2001. Da die sonntags Tätigen jedoch Einschränkungen bei ihren familiären Aktivitäten hinnehmen müssen, sollte die Sonntagsarbeit nicht überhand nehmen.

04.07.2001

Unterricht und Ausbildung in Deutschland:
Situation weiterhin unbefriedigend
DIW Berlin fordert mehr Neueinstellungen junger Lehrkräfte

Die Unterrichts- und Ausbildungssituation an den allgemein bildenden und beruflichen Schulen in Deutschland ist seit mehreren Jahren angespannt, vor allem fehlen Lehrkräfte. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 27/2001. Besonders bei den Grund- und Berufsschulen, aber auch in den Eingangsklassen der Real- und Gesamtschulen sowie den Gymnasien, wurde die Personaldecke knapp. Bei den Grundschulen rangiert Deutschland im internationalen Vergleich im unteren Bereich, hier kommen 23 Schüler auf einen Lehrer; als optimal gilt eine Klassengröße von 15 Schülern. Bei den anderen allgemein bildenden Schulen bewegen sich die Relationen im OECD-Vergleich nur im Mittelfeld. An den Berufsschulen musste sich sogar jeder zehnte Schüler mit acht Stunden Unterricht pro Woche begnügen - statt der empfohlenen zwölf Stunden.

27.06.2001

Starres Festhalten am EU-Stabilitätsprogramm schwächt Konjunktur. DIW Berlin warnt vor Reduzierung der öffentlichen Investitionen

Ein Festhalten an den Zielen der im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes vorgelegten Stabilitätsprogramme für die Länder der Europäischen Union würde die gesamtwirtschaftliche Nachfrage weiter abschwächen. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 26/2001. Das Finanzierungsdefizit für den Euro-Raum wird nach bisherigen Schätzungen in diesem Jahr mit 1,1 % um etwa einen halben Prozentpunkt höher sein als im Vorjahr. Die Ausweitung der Defizite ist jedoch konjunkturbedingt und nicht auf mangelnde Ausgabendisziplin zurückzuführen. Eine prozyklische Politik - weitere Ausgabenkürzungen in der Abschwungphase - wäre somit kontraproduktiv. Statt dessen sollten die automatischen Stabilisatoren wirken: Geringere Einnahmen und höhere Ausgaben und damit ein höheres Defizit könnten die Abschwächung abfedern

27.06.2001

EWU-Konjunktur ohne Dynamik.
DIW Berlin: Wachstum wird sich noch weiter verlangsamen

Die wirtschaftliche Entwicklung im Euro-Raum hat sich im ersten Quartal 2001 abgeschwächt. In seinem aktuellen Wochenbericht 26/2001 kommt das DIW Berlin zu dem Ergebnis, dass das reale Bruttoinlandsprodukt saisonbereinigt nur noch um 0,5 %, d.h. mit einer laufenden Jahresrate von 2% gestiegen ist. Verantwortlich für die konjunkturelle Abkühlung war zum einen die deutliche Beschleunigung des Preisauftriebs, der den privaten Haus-halten Kaufkraft entzog und die Investitionsneigung hemmte. Zum anderen belastet die konjunkturelle Schwäche in den USA zunehmend die wirtschaft-liche Entwicklung in Europa. Vertrauens- und Wachstumsindikatoren deuten an, dass das Wachstum zunächst sogar noch an Tempo verlieren wird

20.06.2001

DIW Berlin stellt Einfachsteuer-Gesetz vor. Mehr Wachstum durch radikalen Umbau des Steuersystems

Das DIW Berlin stellt zusammen mit dem Heidelberger Kreis, einer Professorengruppe namhafter Finanzwissenschaftler und Steuerrechtler (Manfred Rose, Hans-Georg Petersen, Bernd Raffelhüschen, Joachim Lang), ein neues Einfachsteuer-Gesetz vor. Kernpunkte des Gesetzes sind die Neuordnung der Unternehmensbesteuerung, die Vereinfachung der Einkommensteuern und die Einführung eines einzigen Steuersatzes. Ziel der Reform ist die Schaffung der steuerlichen Grundlage für mehr Wachstum und Beschäftigung. Dazu müssen alle verzerrenden Einflüsse auf die freien Marktentscheidungen der Bürger beseitigt werden. Die Einfach-Steuer ist finanzierbar, d.h. sie ist problemlos aufkommensneutral einführbar.

19.06.2001

Deutscher Export nach Nordamerika: Anhaltend hohe Dynamik

Das starke Wachstum der deutschen Exportwirtschaft in die North American Free Trade Association (NAFTA) wird sich auch im Jahr 2001 fortsetzen. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 25/2001. Danach wird auch die konjunkturelle Abschwächung in den USA, dem wichtigsten Handelspartner in der NAFTA, diese Entwicklung nicht bremsen. Das DIW Berlin rechnet mit einem Überschuss der Warenbilanz von rund 40 Mrd. DM in diesem Jahr. Das Plus in der Leistungsbilanz mit der NAFTA dürfte mit rund 35 Mrd. DM ähnlich hoch wie im Vorjahr sein.

19.06.2001

Zuspitzung der Haushaltskrise in Berlin. DIW Berlin: Ohne Hilfen des Bundes droht Kollaps

Berlin wird mit großer Wahrscheinlichkeit seine Finanzprobleme aus eigener Kraft nicht lösen können. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 25/2001. Das Finanzierungsdefizit im Berliner Landeshaushalt erhöht sich in diesem Jahr auf über 10 Mrd - bei einem Haushaltsvolumen von 40 Mrd. DM. Die Mehrbelastungen durch die Krise der Bankgesellschaft Berlin schlagen in den nächsten Jahren mit über einer halben Milliarde DM jährlich zu Buche. Neben der Kapitalzuführung von vier Mrd. DM im laufenden Jahr muss der Senat auf Privatisierungserlöse, Gewinnausschüttungen und Steuereinnahmen verzichten, die bereits im Haushaltsplan veranschlagt waren. Allein die zusätzlichen Zinszahlungen belasten den Berliner Haushalt jährlich mit 200 Mio. DM.

13.06.2001

Löhne in Ostdeutschland: Anpassung an westdeutsches Niveau erst auf lange Sicht. DIW Berlin fordert Aussetzung der Lohnanpassung im öffentlichen Dienst

Das Lohnniveau in Ostdeutschland liegt noch weit unter dem westdeutschen Niveau. Zwar ist nach den geltenden Tarifverträgen die Lohnanpassung weit vorangeschritten, doch spiegeln diese Verträge nicht den tatsächlichen Stand der Lohnanpassung wider. Die Effektivlöhne bleiben in Ostdeutschland hinter den westdeutschen zurück. Gegenwärtig erhalten die ostdeutschen Arbeitnehmer drei Viertel der Effektivlöhne der westdeutschen Beschäftigten. In den letzten Jahren ist die Lohnanpassung ins Stocken geraten. In seinem aktuellen Wochenbericht 24/2001 stellt das DIW Berlin fest, dass immer mehr Unternehmen die Tarifverträge unterwandern.

13.06.2001

Deutsche Sprachfähigkeit und Umgangssprache von Zuwanderern: DIW Berlin fordert mehr Sprachkurse

Über acht Millionen erwachsene Zuwanderer (ausländische Zuwanderer und Aussiedler) leben in Deutschland. Etwa ein Drittel von ihnen gibt an, nicht gut Deutsch zu sprechen. Von den ausländischen Zuwanderern sind es 40 %, von den Aussiedlern immerhin ein Viertel. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem Wochenbericht 24/2001, in dem die aktuellen Daten seiner Erhebung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) vorgestellt werden. Die Zahlen der Erhebung zeigen, dass auch die sprachliche Integration der bereits in Deutschland lebenden Zuwanderer einer Unterstützung bedarf. Angesichts des hohen Anteils der Zuwanderer mit unzureichenden Deutschkenntnissen überrascht es nicht, dass nur 34 % Ausländer und nur 62% der Aussiedler im Alltag überwiegend Deutsch sprechen.

07.06.2001

US-Wirtschaft im Abschwung:
Wirtschaftspolitik steuert massiv gegen.
DIW Berlin bezeichnet Geldpolitik der Fed als beispielhaft

Der entschlossen expansive Kurs der US-amerikanischen Wirtschaftspolitik lässt erwarten, dass die kräftige konjunkturelle Abkühlung in den USA nicht in eine Rezession mündet, sondern noch in diesem Jahr rasch und zügig überwunden werden kann. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 23/2001. Besonders der wachstums- und beschäftigungsorientierte Kurs der Fed sorgt für positive Impulse ohne in eine Inflation zu münden.

30.05.2001

Wohnungsmarkt in Russland: Enttäuschende Bilanz

Mit der Transformation in Russland hat sich die Wohnraumversorgung kaum verbessert. Der Wohnraumbestand stieg in den 90er Jahren zwar um 13,8% auf 2 761 Mill. m2. Doch gleichzeitig wuchs auch die Zahl der Haushalte (heimkehrende Soldaten, steigende Scheidungsraten u.a.). Verlässliche Zahlen von Wohnungssuchenden gibt es nicht mehr, da die Wohnungszuteilung in vielen Regionen praktisch eingestellt wurde. Ein neu entstandener Wohnungsmarkt und äußerst intransparente, zum Teil korrupte Praktiken bestimmen die Wohnungszuteilung. Für den Wohnraummangel sind auch die schlechte Bauqualität und mangelnde Instandhaltung verantwortlich. Obwohl fast 90% aller Wohnhäuser in den vergangenen 40 Jahren entstanden sind, ist ein Großteil bereits verwahrlost.

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