Pressemitteilungen

Aktuelle und ältere Presseinformationen des DIW Berlin

1 ... 78 79 80 81 82 ... 83

07.11.2001

CO2-Emissionen: Trendwende nicht in Sicht

Die Entwicklung der weltweiten CO2-Emissionen steht in krassem Gegensatz zu den Erfordernissen des Klimaschutzes. Fast kein Land befindet sich auf dem in Kyoto vorgezeichneten Reduktionspfad. Im vergangenen Jahr dürften die CO2-Emissionen weltweit um 8 % höher gewesen sein als 1990. Als Gründe für diese Zunahme nennt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 45/2001 den Bevölkerungsanstieg und das global wachsende Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, die für sich genommen zu einer Erhöhung der CO2-Emissionen seit 1990 um rund 15 % bzw. 11 % führten. Gebremst wurde die Entwicklung durch die gestiegene Energieproduktivität und die Zunahme emissionsfreier bzw. -ärmerer Energieträger; seit 1990 konnten die CO2-Emissionen hierdurch um 14 % bzw. 4 % gesenkt werden.

01.11.2001

DIW-Präsident fordert präventive Arbeitsmarktpolitik.
Klaus F. Zimmermann hält Antrittsvorlesung an der FU Berlin

Klaus F. Zimmermann, Präsident des DIW Berlin und Direktor des IZA Bonn, hat eine neue Form der Arbeitsmarktpolitik, die Präventive Arbeitsmarktpolitik, gefordert. In seiner heutigen Antrittsvorlesung als Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin sagte er, dass die Beratungen zum Job-Aqtiv-Gesetz eine erste Chance bieten, Elemente einer präventiven Arbeitsmarktpolitik zu verwirklichen. Die präventive Arbeitsmarktpolitik beinhaltet langfristige Maßnahmen zur Schaffung und Sicherung von Beschäftigung, wie die Flexibilisierung der Arbeit beispielsweise durch Arbeitszeitkonten, die Qualifizierung von Arbeitnehmern durch Konzepte lebenslangen Lernens und verstärkte Vermittlungsbemühungen bei Problemgruppen bereits zum Zeitpunkt der Kündigung. Die Arbeitslosigkeit dürfe nicht länger nur verwaltet werden, sondern sie müsse durch eine gezielte Zusammenarbeit von Arbeitsämtern, privaten Vermittlern, Firmen und betroffenen Arbeitnehmern bereits im Ansatz verhindert werden.

31.10.2001

Bauwirtschaft: Nach starkem Einbruch leichte Erholung in Sicht. DIW Berlin fordert Stützungsmaßnahmen

Das Bauvolumen für Deutschland wird in diesem Jahr um etwa 6 % schrumpfen. Die gesamte reale Bauleistung wird nur noch 505 Mrd. DM betragen, wie das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 44/2001 errechnet hat. Seit dem vergangenen Jahr addiert sich der Nachfrageverlust in der Bauwirtschaft auf rund 45 Mrd. DM real. Allein in diesem Jahr könnten 150 000 Arbeitsplätze verloren gehen. Im kommenden Jahr erwartet das Institut eine leichte Belebung der Baubranche, allerdings nur in Westdeutschland. In Ostdeutschland ist weiterhin mit einem Minus zu rechnen.

23.10.2001

Terroranschläge verstärken Konjunkturabschwung -
Besserung erst im nächsten Jahr

Die Wirtschaft der USA und der übrigen Welt wurde von den Anschlägen vom 11. September in einer Phase ausgeprägter konjunktureller Schwäche getroffen. Unter der Voraussetzung, dass es nicht zu weiteren massiven Terroranschlägen, einer Ausweitung des Konflikts sowie einer Beeinträchtigung der Ölversorgung kommt, setzt sich ab dem ersten Halbjahr 2002 eine weltweite Erholung durch, die auch dem Welthandel wieder Schwung verleiht. Entscheidend dafür ist, dass in den Industrieländern der wirtschaftspolitische Kurs bereits einige Zeit vor den Anschlägen expansiv ausgerichtet war, und danach weitere stimulierende Maßnahmen ergriffen wurden. In den USA wird die derzeitige rezessive Phase Anfang nächsten Jahres überwunden und die Konjunktur wird sich im weiteren Jahresverlauf deutlich erholen. In Japan ist die Produktion in der ersten Jahreshälfte deutlich gesunken und mit einem Wiederanstieg ist erst in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres zu rechnen. Im Euroraum hat sich die Konjunktur seit dem Frühjahr deutlich abgekühlt. Im Verlauf des nächsten Jahres gewinnen die Auftriebkräfte allmählich die Oberhand, wobei Ausfuhr und Inlandsnachfrage an Schwung gewinnen.

17.10.2001

Bundesverkehrswege: Neubau auf Kosten der Substanzerhaltung künftig nicht mehr vertretbar

Die Ersatzinvestitionen für die Bundesverkehrswege reichten in den 90er Jahren nicht aus, um den Substanzwert der Verkehrsinfrastruktur zu sichern. Angesichts dieser Vernachlässigung fordert das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 42/2001 die Politik auf, dem für die Zukunft berechneten Ersatzbedarf Priorität vor Neu- und Ausbaumaßnahmen zu geben. Für den Zeitraum von 1999 bis 2020 prognostiziert das Berliner Institut einen Ersatzbedarf von insgesamt 253 Mrd. DM, das entspricht etwa zwei Dritteln der geplanten Gesamtinvestitionen für die Bundesverkehrswege.

17.10.2001

Erwerbsverhalten von Frauen. DIW Berlin: Trend zu mehr Teilzeitarbeit

Trotz Annäherung gibt es beim Erwerbsverhalten von Frauen immer noch deutliche Unterschiede zwischen Ost und West. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 42/2001. Besonders die Erwerbsorientierung zeigt, dass Frauen in den neuen Ländern immer noch stärker in der Arbeitswelt verankert sein wollen. Beim Arbeitszeitumfang zeichnet sich in ganz Deutschland ein Trend zu mehr Teilzeitarbeit ab. Dabei sind die Frauen in Ostdeutsch-land häufiger unfreiwillig teilzeitbeschäftigt. Der Wunsch nach Vollzeitbeschäftigung nimmt wieder zu. Das DIW Berlin nennt in diesem Zusammenhang den Trend zu mehr Single-Haushalten und hohe Scheidungsraten als Gründe für die Notwendigkeit einer eigenständigen Alterssicherung für Frauen.

10.10.2001

Wohnsituation in Deutschland: Mietanstieg gebremst, Angleichung zwischen Ost und West

In Westdeutschland sind die Mieten im Jahr 2000 nur noch gering, in Ostdeutschland gar nicht mehr gestiegen. Da die Haushaltseinkommen in Deutschland stärker zugenommen haben als die Mieten, ist die Mietbelastungsquote erstmals seit der Vereinigung leicht gesunken: Die Haushalte gaben im Jahr 2000 rund ein Viertel ihres Einkommens für die Kaltmiete aus. In seinem aktuellen Wochenbericht 41/2001 kommt das DIW Berlin auch zu dem Ergebnis, dass die Wohnzufriedenheit der Hauptmieter in Ostdeutschland inzwischen fast ebenso hoch ist wie in Westdeutschland.

03.10.2001

Private Internet-Nutzung: Einkommen und Bildung entscheidend

Im Jahr 2000 verfügten knapp 17 Mill. Haushalte (43 %) in Deutschland über mindestens einen PC. Einen Internetzugang hatten 9 Mill. Haushalte (23 %). Die Einkommenssituation, die Haushaltszusammensetzung, Bildung und Kinder, die im Haushalt leben, haben einen entscheidenden Einfluss auf die Nutzung von PC und Internet. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 40/2001. Im Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) wurden 25 000 Personen, die 16 Jahre und älter sind, befragt.

03.10.2001

Erfolgreiche Beschäftigungspolitik in Frankreich: Sinkende Arbeitslosigkeit, mehr Beschäftigung

Seit Mitte der neunziger Jahre konnte die Arbeitslosigkeit in Frankreich von 12,5 % auf 8,5 % gesenkt werden. Gleichzeitig stieg die Beschäftigung um 7,5 %. Damit ist die französische Beschäftigungspolitik erfolgreicher als die deutsche. In seinem aktuellen Wochenbericht 40/2001 hebt das DIW Berlin die besondere Kombination verschiedener Wirtschaftspolitiken in Frankreich hervor: eine antizyklische Finanzpolitik, eine Lohnpolitik, die den Verteilungsspielraum stärker als in Deutschland ausschöpft, eine Vestärkung der Anreize zur Arbeitsaufnahme und Arbeitszeitverkürzungen ließen die Wirtschaft in Frankreich zwischen 1997 und 2000 jährlich um gut 3 % wachsen.

01.10.2001

Buchpräsentation: Neue Entwicklungen in der Wirtschaftswissenschaft

Das DIW Berlin stellte heute das Buch Neue Entwicklungen in der Wirt-schaftswissenschaft vor. Es ist eine Querschnittsaufnahme wichtiger neuerer Forschungsschwerpunkte in der Wirtschaftswissenschaft und trägt zur aktuellen Debatte über die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wissenschafts- und For-schungslandschaft bei. Es wird aufgezeigt, wie die empirische Wirtschaftsfor-schung die neuen Themen aufgreifen und besetzen kann, um ihre Kompetenz bei der Beratung der Wirtschaftspolitik auszubauen.

26.09.2001

Berliner Ausgaben für Wissenschaft und Forschung schaffen zusätzliche Nachfrage

Jede vom Berliner Senat ausgegebene Mark für die Wissenschaft und Forschung schafft in Berlin eine dreimal so hohe Nachfrage. Das DIW Berlin zeigt in seinem aktuellen Wochenbericht 39/2001, dass die Ausgaben der vom Berliner Senat geförderten Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen im vergangenen Jahr eine regionale Nachfrage von 6,8 Mrd. DM erzeugten; das entsprach 4,4 % des Bruttoinlands-produkts von Berlin. Dem standen rund 2,2 Mrd. DM an Ausgaben der Stadt für die wissenschaftlichen Einrichtungen gegenüber.

26.09.2001

Rohölpreise beruhigt, aber Unsicherheit bleibt. DIW Berlin erwartet Preise im OPEC-Zielkorridor

Die Preise für Rohöl dürften bald wieder innerhalb des Zielkorridors der OPEC von 22 bis 28 Dollar je Barrel liegen, vermutlich eher am oberen Rand. In seinem aktuellen Wochenbericht 39/2001 weist das DIW Berlin darauf hin, dass ein solches Preisniveau allerdings bei der derzeit fragilen Lage der Weltwirtschaft bereits zu hoch sein könnte. Es sei deshalb auch im Interesse der OPEC, darauf hinzuwirken oder zuzulassen, dass die Rohölpreise am unteren Ende des Zielkorridors bleiben.

19.09.2001

Inflationsunterschiede im Euroraum: Revision des EZB-Stabilitätsziels nicht erforderlich

Die hohen Inflationsunterschiede zwischen den Ländern des Euroraums sind nicht die zwangsläufige Folge eines Aufholprozesses wirtschaftlich schwächerer Länder, sondern Ergebnis einer stabilitätswidrigen Lohnpolitik in einzelnen Ländern. Das DIW Berlin spricht sich in seinem aktuellen Wochenbericht 38/2001 deshalb gegen eine in diesem Zusammenhang geforderte Erhöhung des Stabilitätsziels der EZB von 2 % auf 2,5 % aus. Vielmehr müsse sich die Lohnpolitik der Euroraum-Länder stärker an der gesamtwirtschaftlichen Produktivität orientieren, um die Preisstabilität nicht zu gefährden.

11.09.2001

Öffentliche Haushalte 2001/2002: Rückläufige Investitionen dämpfen steuerliche Impulse. DIW Berlin fordert langfristige Infrastrukturoffensive

Die Finanzierungsdefizite von Bund, Ländern und Gemeinden werden in diesem Jahr auf gut 80 Mrd. DM steigen. Zu dieser Schätzung kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 37/2001. Der expansive Impuls daraus auf die Gesamtwirtschaft beträgt in diesem Jahr 0,4 % des Bruttoinlandsprodukts.

05.09.2001

EU-Osterweiterung finanzierbar - Reformdruck wächst. DIW Berlin stellt EU-Haushaltsszenarien 2007 und 2013 vor

Die geplante Erweiterung der EU um die zwölf Beitrittskandidaten ist im Rahmen des EU-Haushalts problemlos finanzierbar. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 36/2001. Gleichwohl fordert das Institut die derzeitigen EU-Mitglieder auf, noch im Vorfeld der Erweiterung mit der Reform der Struktur- und Agrarpolitik zu beginnen. Diese sei längst überfällig und würde in einer erweiterten Union schwerer zu realisieren sein.

22.08.2001

Wandel der Logistik- und Verkehrssysteme
durch E-Commerce

DIW Berlin: Logistik und Verkehr haben Schlüsselstellung für den Erfolg von E-Commerce

In Kooperation mit dem Fraunhofer Anwendungszentrum für Verkehrslogistik und Kommunikationstechnik hat das DIW Berlin die Bedeutung von Logistik- und Verkehrssystemen für die Entwicklung des E-Commerce untersucht. Siehe auch Wochenbericht 34/2001

15.08.2001

Stagnation der gesamtwirtschaftlichen Produktion in Deutschland

DIW Berlin präsentiert erste Ergebnisse der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung für das zweite Quartal 2001

Nach den zurzeit verfügbaren statistischen Indikatoren war die gesamtwirtschaftliche Leistung in Deutschland, gemessen am realen saison- und arbeitstäglich bereinigten Bruttoinlandsprodukt, im zweiten Quartal dieses Jahres leicht rückläufig. Der entsprechende Vorjahreswert wurde nur noch um 0,7 % übertroffen, nach 1,6 % im ersten Quartal

15.08.2001

Zur Bedeutung Deutschlands im Tourismus: DIW Berlin: Datenbasis muss verbessert werden

Das DIW Berlin stellt in seinem aktuellen Wochenbericht 33/2001 fest, dass die Einnahmen Deutschlands im internationalen Reiseverkehr in den vergangenen Jahren zwar kräftig gestiegen sind. Deutschland steht damit auf Platz 6 der zehn einnahmenstärksten Länder.

08.08.2001

Ist die Stromkrise in Kalifornien ein Warnzeichen für Europa?
DIW Berlin untersucht die Neuordnung des Wettbewerbs auf den Strommärkten

Die Deregulierung der Stromversorgung in Kalifornien Mitte der 90er Jahre führte - nach anfänglichen Erfolgen - im vergangenen Winter zu einer krisenhaften Entwicklung. Zum einen stiegen die Strompreise drastisch, und zum andern reichten die verfügbaren Kapazitäten nicht zur Deckung des Strombedarfs aus, so dass für viele Verbraucher die Stromversorgung kurzfristig eingestellt werden musste. Das DIW Berlin versucht in seinem aktuellen Wochenbericht 32/2001, daraus Lehren für Deutschland und die anderen europäischen Länder zu ziehen. Es kommt zu dem Schluss, dass die Ausgangssituation in Europa zwar günstiger ist als in Kalifornien. Allerdings könnte auch hier die Deregulierung der Stromversorgung dazu beitragen, die Kapazitätsreserven zu vermindern und so die Sicherheit der Stromversorgung zu gefährden.

01.08.2001

Übergangsregelungen bei EU-Osterweiterung.
DIW Berlin fordert großzügige Quoten

Das DIW Berlin fordert eine Quote von 100 000 deutschen Arbeitserlaubnissen jährlich für die Bürger der EU-Beitrittskandidaten aus Mittel- und Osteuropa. Das Berliner Institut rechnet mit einer Arbeitskräftewanderung in gleicher Höhe in den ersten Jahren nach der Öffnung. Die Quote soll also nicht beschränken, sondern nur als Absicherung gegen eine unerwartet höhere Einwanderung wirken. Die Ausnutzung der Quote informiert außerdem über die Höhe der Zuwanderung nach Einführung der vollständigen Freizügigkeit. Wird sie nicht ausgeschöpft, kann sie vor Ablauf der Übergangsfristen aufgehoben werden.

1 ... 78 79 80 81 82 ... 83