Weitere referierte Aufsätze
In: Wirtschaftsdienst 106 (2026), 3, S. 150-154
Die Folgen des demografischen Wandels werden in der Pflegeversicherung erst in den 2050er Jahren vollumfänglich sichtbar. Dennoch ist der Beitragssatz in den letzten zehn Jahren um mehr als 50 % gestiegen. Der Anstieg hat vor allem politische Gründe. So wurde etwa der Kreis der Leistungsbeziehenden ausgeweitet. Was tun, um den Kostenanstieg zu bremsen? Eine kurzfristige Lösung, die auch zur Systematik der Rentenversicherung passt, wäre, versicherungsfremde Leistungen zu definieren und diese konsequent durch Steuern zu finanzieren. Eine Auswahl langfristiger Lösungsmöglichkeiten: bessere Prävention, die Stärkung der häuslichen Pflege, Strukturprobleme – etwa ineffiziente Verwaltungsstrukturen – angehen und private Zusatzversicherungen.
The consequences of demographic change will not become fully apparent in nursing care insurance until the 2050s. Nevertheless,the contribution rate has risen by more than 50% over the last ten years. The increase is mainly due to political reasons. For example,the group of benefit recipients has been expanded. What can be done to slow down the rise in costs? A short-term solution thatis also compatible with the pension insurance system would be to define non-insurance benefits and finance them consistently throughtaxes. A selection of long-term solutions includes better prevention, strengthening home care, addressing structural problems – such asinefficient administrative structures – and private supplementary insurance.
Themen: Rente und Vorsorge, Gesundheit
JEL-Classification: H55;I13;I18;J14
DOI:
https://dx.doi.org/10.2478/wd-2026-0043