Deutschland effizienter verteidigen: Mit welchen Partnern?

Weitere referierte Aufsätze

Lukas Menkhoff

In: Wirtschaftsdienst 106 (2026), 6, S. 459-464

Abstract

Deutschlands massiv steigende Verteidigungsausgaben wären effizienter eingesetzt, wenn die Rüstungsgüter innerhalb Europas stärker vereinheitlicht würden. Eine EU-weite Lösung scheint derzeit unrealistisch. Abkommen für einzelne Produkte, wie Kampfflugzeuge, bleiben zwar wichtig, aber punktuell. Eine Zwischenlösung könnte die enge Kooperation einiger Länder sein, um die Beschaffung und Produktion von Rüstungsgütern zu vereinheitlichen. Das setzt Bereitschaft zu hohen Verteidigungsausgaben und zu einem gewissen Verzicht auf nationale Souveränität voraus. Verschiedene Indikatoren zeigen, dass diese Bereitschaft am ehesten auf nordeuropäische Länder und die Niederlande zutrifft. Die Effizienzgewinne für Deutschland allein könnten einige Milliarden Euro jährlich betragen.

Germany’s rapidly rising defence spending would be put to more efficient use if defence equipment were standardised more widely across Europe. An EU-wide solution currently seems unrealistic. Agreements on individual products remain important, but are limited in scope. An interim solution could be close cooperation between a number of countries to standardise the procurement and production of defence equipment. This requires a willingness to incur high defence expenditure, and to relinquish a certain degree of national sovereignty. Various indicators suggest that this willingness is most likely to be found in Northern European countries and the Netherlands. The efficiency gains for Germany alone could amount to several billion euros annually.



JEL-Classification: H56;H57;F52
DOI:
https://doi.org/10.2478/wd-2026-0110

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