Förderung der Windenergie erfolgreich. DIW Berlin: Noch beträchtliche Nutzungspotentiale

Pressemitteilung vom 27. Februar 2002

Die Nutzung der Windenergie hat in den vergangenen Jahren insbesondere als Folge der gesetzlichen Mindestvergütungen nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) stark zugenommen. Der Kapazitätsausbau im Jahre 2001 fiel mit 44 % überaus kräftig aus. Insgesamt haben Windkraftanlagen in Deutschland im vergangenen Jahr trotz ungünstiger Windverhältnisse 11,5 Mrd. kWh Strom erzeugt, das waren 2 % des Bruttostromverbrauchs. Das DIW Berlin hat errechnet, dass mit dem gegenwärtigen Bestand an Windkraftanlagen im Durchschnitt rund 3 % des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt werden können. Unter weiterhin günstigen politischen Rahmenbedingungen für die Nutzung von Windenergie an Land und auf See könnte der Anteil von Windstrom bis 2030 auf ein Fünftel steigen Siehe aktueller Wochenbericht 9/2002
Nach den Zielen der Bundesregierung soll sich der Anteil erneuerbarer Energien bis zum Jahre 2010 verdoppeln und auch danach kontinuierlich steigen, um vor allem die Emission von Kohlendioxid (CO2) nachhaltig zu senken. Dabei könnte in den nächsten Jahrzehnten gerade die Windenergienutzung eine besondere Rolle spielen.
Neben dem weiteren Kapazitätsausbau an Land steht nun auch in Deutschland die Windenergienutzung auf See bevor. Die künftigen Perspektiven der Offshore-Windenergie lassen sich gegenwärtig allerdings nur mit erheblichen technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Unsicherheiten einschätzen.
Das DIW Berlin weist darauf hin, dass für die Nutzung der Windenergie in Deutschland noch beträchtlich Potentiale bestehen. Diese lassen sich aber nur nutzen, wenn die Politik auch künftig der Nutzung von Windenergie einen hohen Stellenwert einräumt. Selbst in einem verhalten optimistischen Szenario könnten Windkraftanlagen an Land und auf See in Deutschland im Jahre 2030 insgesamt eine elektrische Energie von über 100 Mrd. kWh bzw. rund einem Fünftel des bisherigen Stromverbrauchs erzeugen.