Forschungs- und Innovationssysteme in Europa.

DIW Berlin zur Rolle von privaten und öffentlichen Forschungseinrichtungen

Pressemitteilung vom 25. Juli 2001

Innovationen erfordern das Zusammenwirken verschiedener Institute und Unternehmen. Die Arbeitsteilung von öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen einerseits, die stärker Grundlagenforschung betreiben, und privaten Dienstleistungsfirmen andererseits, die eher unmittelbar produktionsbezogene Beratungs- und Implementierungsleistungen erbringen, bildet in Europa das Grundmuster für die Erbringung von Innovationen. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin, das Forschungs- und Innovationssysteme in sechs europäischen Ländern untersucht hat, in seinem aktuellen Wochenbericht 30/2001.
Die staatliche Grundfinanzierung für öffentliche Forschungseinrichtungen nimmt tendenziell überall ab, die Auftragsforschung nimmt zu. Das DIW Berlin spricht sich für eine Kooperation der Akteure aus und hält eine ausgeprägtere Dienstleistungsorientierung von Forschungsinstituten - unter Beibehaltung der staatlichen Grundfinanzierung - für sinnvoll, um Forschungsergebnisse besser in die industriellen Innovationsprozesse einzubringen.