Erste Anzeichen für Erholung der Welt-Metallmärkte

Pressemitteilung vom 13. März 2002

Jüngste Industrieindikatoren für den US-Markt deuten darauf hin, dass es von der zweiten Jahreshälfte an zu einer Belebung in der Metallindustrie kommen dürfte, die auch mit steigenden Metallpreisen verbunden sein könnte. Das DIW Berlin stellt in seinem aktuellen Wochenbericht 11/2002 fest, dass auch in Westeuropa - selbst wenn sich der Aufschwung zeitverzögert und langsamer vollzieht - stärkere Nachfrage- und Preissteigerungen bei spekulativ vorgezogenen Käufen und beim Lageraufbau von Metallen nicht auszuschließen sind. Derzeit leiden die Welt-Metallmärkte noch unter Nachfrageschwäche und teilweise extrem niedrigen Preisen. Dies führte bei einigen Metallen zu länderübergreifenden Zusammenschlüssen von Produzenten. In den USA kündigte Präsident George W. Bush am 5. März Schutzzölle auf Stahlimporte für die Dauer von drei Jahren an. Die EU - inzwischen größter Stahlimporteur - befürchtet dadurch eine Erschwerung eigener Exporte und die Umleitung von 16 Mill. Tonnen Stahl pro Jahr aus Drittländern in den eigenen Markt. Sie will deshalb gegen die Schutzzölle bei der WTO klagen und ihrerseits Importzölle und -quoten verhängen.