Verein der Freunde des DIW Berlin vergibt Preis für die besten Publikationen auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels

Pressemitteilung vom 15. Mai 2003

Heute wurden in einem Festakt in Berlin-Mitte die Preisträger der von der „Vereiningung der Freunde des DIW Berlin“ gestifteten Preise für die besten Publikationen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) der Jahre 2001 bis 2003 vorgestellt. Seit 1996 würdigt die „Vereinigung der Freunde des DIW Berlin“ die besten Publikationen und Vorträge, die auf Basis der Daten des Sozio-oekonomischen Panels außerhalb des DIW Berlin entstehen, durch die Vergabe von Preisen. Die Preise werden auf der SOEP- Jubiläumskonferenz am 7. Juli verliehen.
Vor 51 Jahren wurde die Vereinigung der Freunde (VdF) des DIW Berlin gegründet; seitdem unterstützt sie mit zweckgebundenen Spenden die Forschungstätigkeit des Hauptstadt-Instituts. Die VdF ist ein Förderkreis, der z. Zt. aus 91 nationalen und internationalen Unternehmen besteht, und über den Kontakte in die Wirtschaft geknüpft und vertieft werden.

Das Preis-Kommitee setzt sich aus den beiden Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats für das SOEP, Prof. Daniel Hamermesh, University of Texas at Austin, und Frau Prof. Gisela Trommsdorf, Universität Konstanz, und dem Leiter des SOEP, Prof. Gert G. Wagner, DIW Berlin und TU Berlin. Von den etwa 500 Veröffentlichungen, die seit der letzten Preisvergabe erschienen und dem DIW Berlin bekannt sind, wurden 24 für die Preisverleihung nominiert. Aus diesen Arbeiten hat das Preis-Kommitee vier Arbeiten ausgewählt. Unterschieden wird in die Kategorien „Beste Publikation“, „Beste Publikation eines Nachwuchswissenschaftlers (bis 35 Jahre) und „Beste politikrelevante Publikation“, wobei die letztgenannte Kategorie dieses Jahr auf Presseveröffentlichungen beschränkt wurde, um einen Anreiz für guten Journalismus zu setzen.

Das Preiskomittee stellt fest, dass die Qualität der nominierten Arbeiten nochmals gestiegen ist. Dies liegt höchstwahrscheinlich auch daran, dass Panel-Daten wissenschaftlich um so ergiebiger werden, je länger eine Panelerhebung läuft und es damit mehr und mehr Beobachtungen für Analysen zur Verfügung stellt.

Beste Publikation

1. Richard E. Lucas (Michigan State University, USA), Andrew E. Clark (DELTA, Ecole normale supérieure , Paris), Yannis Georgellis (Brunel University, England) und Ed Diener (University of Illinois at Urbana-Champaign, USA), Reexamining Adaptation and the Set Point Model of Happiness: Reactions to Changes in Martial Status, in: Journal of Personality and Social Psychology, Jg. 84, Heft 3, 2003, S. 527-539, (2000 €)

2. Christian Dustmann (University College London) und Arthur van de Soest (Tilburg University, Niederlande), Language Fluency and Earnings: Estimation with Misclassified Language Indicators, in: The Review of Economics and Statistics, Jg. 83, Heft 4, 2002, S. 663-674 (1000 €)


Beste Nachwuchs-Publikation

1. Frances McGinnity (Max Planck Institut für Bildungsforschung, Berlin), The Labour-force Participation of the Wives of Unemployed Men, in: European Sociological Review, Jg.18, Heft 4, S. 473-488 (1500 €)


Beste journalistische Publikation

Klaus-Peter Schmid (DIE ZEIT, Hamburg), Was heißt schon solidarisch? Auch unter der rot-grünen Regierung bleibt die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland bestehen, in: Die Zeit, 14.November 2002, S. 28 (500 €)
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