Verbraucherpolitische Bewertungs- und Folgeabschätzungsmethodik - Konzept für eine Studie: „Empirisch fundierte Entscheidungshilfen für die Verbraucherpolitik“

Abgeschlossenes Projekt

Abteilung

Wettbewerb und Verbraucher

Projektzeitraum

1. März - 31. Mai 2011

Auftraggeber

Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Kooperationspartner

Hans-W. Micklitz
E-mail: Hans.Micklitz@EUI.eu

Andreas Oehler
E-mail: andreas.oehler@uni-bamberg.de

Lucia A. Reisch
E-mail: Lr.ikl@cbs.dk

Christoph Strünck (Projektleitung)
E-mail: christoph.struenck@uni-siegen.de
Die Studie soll ein Konzept entwickeln, dass als Modell für empirisch fundierte Entscheidungshilfen zur Abschätzung von Folgen und Wirkungen verbraucherpolitischer Maßnahmen genutzt werden kann.

Probleme für die Verbraucher lassen sich daher nur dann richtig einschätzen, wenn neben den Marktstrukturen und Produkttypen die jeweiligen Verhaltensmuster und Verbraucherrollen mit ihren Konsequenzen in den Blick genommen werden. In dem Projekt wird am Beispiel von vier Märkten geprüft, welcher Schaden für Verbraucher dort entstehen kann bzw. entstanden ist und welcher Nutzen bzw. welche Kosten für wen mit ausgewählten verbraucherpolitischen Instrumenten verbunden ist. Unsere Fallstudien beziehen sich etwa auf die Vorgaben zu Information und Beratung bei Finanzdienstleistungen, die Zertifizierung von privaten Altersvorsorgeprodukten, den Pflege-TÜV im Gesundheitsmarkt und Tarifrechner im Energiemarkt.

Untersucht werden dazu auch die existierenden Konzepte zur Folgenabschätzung, die Gesetzesfolgenabschätzung des Bundes, das Impact Assessment der europäischen Kommission und der Consumer Policy Toolkit, eine von der OECD herausgegebene Handlungsanleitung für verbraucherpolitische Akteure. Geprüft wird, ob diese Konzepte ausreichend sind oder ob eine empirisch fundierte Entscheidungshilfe für eine problem- und situationsorientierte Verbraucherpolitik alternative Kriterien erfordert. Das praktische Ergebnis der Studie soll eine problemorientierte Entscheidungshilfe sein, die auch politisch möglichst einfach dargestellt werden kann.

DIW Team