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Kühle Witterung treibt Primärenergieverbrauch in die Höhe: Der Primärenergieverbrauch in Deutschland im Jahre 2001

DIW Wochenbericht 7 / 2002, S. 109-118

Franz Wittke, Hans-Joachim Ziesing

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Abstract

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland ist im Jahre 2001 gegenüber dem Vorjahr kräftig gestiegen, und zwar um 1,6 % auf rund 495 Mill. Tonnen SKE (14 500 PJ). Diese Aufwärtsentwicklung ist in erster Linie auf die im Vergleich zum Jahr 2000 erheblich kühlere Witterung zurückzuführen. Schaltet man diesen Einfluss aus und errechnet einen temperaturbereinigten Primärenergieverbrauch, ergibt sich ein um 0,8 % niedrigerer Wert als im Jahre 2000. Denn vor dem Hintergrund der schwachen Konjunktur blieben verbrauchssteigernde Impulse weitgehend aus. Temperaturbereinigt hat sich die Energieproduktivität der Volkswirtschaft um 1,4 % erhöht; dies entspricht dem Durchschnitt der 90er Jahre. Der Stromverbrauch ist im Jahre 2001 mit 0,5 % in nahezu gleichem Tempo wie das Bruttoinlandsprodukt gestiegen. Nach wie vor rangiert die Kernenergie bei der Stromerzeugung an erster Stelle, dicht gefolgt von der Braunkohle und der Steinkohle. Erneut ausgeweitet wurde die Stromerzeugung in Windkraftanlagen; im Jahre 2001 dürften rund 11 Mrd. kWh - fast 2 % der gesamten Stromerzeugung - mit Hilfe der Windenergie produziert worden sein.


Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/151119

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