Russische Energiewirtschaft: hohe Exporterlöse verschleiern Reformbedarf

DIW Wochenbericht 15 / 2003, S. 211-218

Hella Engerer

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Abstract

Die russische Energiewirtschaft hat sich nach einer im Vergleich zur Gesamtwirtschaft relativ kurzen Phase sinkender Produktion und Exporte deutlich erholt. Die Energieproduktion ist seit 1998, dem Jahr der Finanzkrise, ständig gestiegen und erreichte 2002 etwa das Niveau, das sie kurz nach Auflösung der Sowjetunion hatte. Bei gestiegenen Ölpreisen auf dem Weltmarkt haben russische Energieexporte, insbesondere von Mineralöl, in jüngster Zeit deutlich zugenommen. Die damit verbundenen hohen Einnahmen tragen zur Erholung der russischen Wirtschaft bei. In den vergangenen Jahren ist die Bedeutung der Energiewirtschaft für die Gesamtwirtschaft weiter gestiegen. Der im Herbst 2002 vorgelegte Entwurf einer langfristigen Energiestrategie verweist auf den notwendigen Strukturwandel. Gleichzeitig wird eine deutliche Zunahme von Energieproduktion und -exporten prognostiziert. Hierzu sollen das Investitionsklima verbessert und die Umstrukturierung im Energiesektor fortgesetzt werden. Die Zeit für Reformen wäre jetzt günstig. Allerdings wird diese Gelegenheit von der Wirtschaftspolitik nur ansatzweise genutzt, um die notwendigen Reformen in der Energiewirtschaft voranzutreiben.

Hella Engerer

Wissenschaftlerin Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt


Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/151215


Die Publikation ist gemäß der Creative-Commons-Lizenz CC-BY-4.0 nachnutzbar: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

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