Tendenzen der Wirtschaftsentwicklung 2007/2008

DIW Wochenbericht 30 / 2007, S. 453-477

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Abstract

Im Sommer 2007 setzt sich das weltwirtschaftliche Wachstum mit nur wenig verlangsamtem Tempo fort. Zwar ist die Dynamik in den USA schwächer als in den Vorjahren, jedoch blieb die Konjunktur in allen anderen großen Wirtschaftsräumen kräftig, vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Damit ist das Szenario einer im vergangenen Jahr vielfach befürchteten starken Abschwächung der Weltkonjunktur nicht eingetreten. Weltweit zeigten die Aktienmärkte im bisherigen Jahresverlauf erhebliche Kurssteigerungen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis blieb dabei zumeist aber deutlich geringer als im Aktienboom der Jahrtausendwende und stellt keine Überhitzung dar. Der Rückgang der Kurse an der Chinesischen Börse beeinträchtigt die übrigen Aktienmärkte kaum, ist er doch vor allem auf kurzfristig wirksame steuerliche Maßnahmen zurückzuführen. Der Boom auf den Immobilienmärkten hat sich insgesamt abgeschwächt. Weder in den USA noch in Großbritannien ist es zu einer "harten Landung" gekommen. Zwar weist dieser Markt in einigen Ländern noch Überhitzungen auf; diese dürften aber beherrschbar sein. Da die Lohnpolitik in den Industrieländern überwiegend moderat ist und offenbar auch keine größeren Inflationserwartungen bestehen, sind von der Geldpolitik keine stark bremsenden Reaktionen zu erwarten.



JEL-Classification: E32;E37;E66;F1
Keywords: Economic outlook, business cycle forecasts, public budget, housing prices, fixed capital formation, consumption, foreign trade, wage and price development, unemployment insurance, cyclical reserves
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/151529