Entwicklung der Erdölmärkte: Reservekapazität im Nahen Osten wirkt derzeit stabilisierend

DIW Wochenbericht 21 / 2011, S. 3-9

Aleksandar Zaklan, Kerstin Bernoth, Daniel Huppmann, Claudia Kemfert, Christian von Hirschhausen

get_appDownload (PDF  370 KB)

get_appGesamtausgabe/ Whole Issue (PDF  0.62 MB)

Abstract

Eine wichtige Ursache für den Anstieg des Ölpreises seit Mitte der 90er Jahre ist die stetig steigende Ölnachfrage. Dazu hat in letzter Zeit das starke Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern wesentlich beigetragen. Aktuell dürften die Unruhen in Nordafrika den Ölpreis weiter nach oben getrieben haben. Libyen produzierte im Jahr 2010 1,3 Millionen Barrel pro Tag. Die Ausfälle wurden in erster Linie durch Produktionserhöhungen in Saudi-Arabien kompensiert. Mittelfristig könnten Angebotsausfälle aufgrund von weiteren politischen Umwälzungen im Nahen Osten erhebliche Auswirkungen auf den Weltölhandel und die Rohölpreise haben. Aufgrund seiner freien Förderkapazitäten und seines hohen Produktionsanteils prägt Saudi-Arabien nach wie vor das Angebotsverhalten der OPEC. Auch bei der Bewältigung möglicher zusätzlicher Produktsionausfälle kommt dem Land eine entscheidende Rolle zu.

Kerstin Bernoth

Stellvertretende Abteilungsleiterin in der Abteilung Makroökonomie

Aleksandar Zaklan

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt

Claudia Kemfert

Abteilungsleiterin in der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt



JEL-Classification: D43;L13;L71;Q43
Keywords: Oil price, oil markets, Middle East North Africa (MENA), oligopoly
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/152138

keyboard_arrow_up