Dringender Handlungsbedarf zur Verbesserung der energiestatistischen Datenbasis

DIW Wochenbericht 11 / 1993, S. 110-114

Ralf Messer, Hans-Joachim Ziesing

Abstract

Die energiepolitischen Entscheidungsträger und die in der Energiewirtschaft tätigen Unternehmen benötigen als Grundlage für ihr Handeln energiestatistische Informationen, die sowohl laufend verfügbar als auch ausreichend tief gegliedert sind. Aber nicht allein Energiedaten sind gefragt, sondern ebenso Informationen über Faktoren, die den Energieverbrauch maßgeblich beeinflussen. In der Bundesrepublik Deutschland existiert zwar eine breite statistische Datenbasis, doch entspricht sie nach den Ergebnissen einer Untersuchung des DIW für den Bundesminister für Wirtschaft nur bedingt den heutigen und absehbaren Anforderungen. Dies gilt nicht zuletzt mit Blick auf den europäischen Binnenmarkt, die Integration der neuen Bundesländer und die große Zahl der anstehenden energiepolitischen Entscheidungen vor allem im Zusammenhang mit der angestrebten Reduktion energiebedingter Klimagasemissionen. Überlegungen zu einer Verbesserung der Datenlage haben sich an verschiedenen Gesichtspunkten zu orientieren. So gilt es, zwischen den Anforderungen der Nutzer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft einerseits und dem Ziel der Reduzierung statistischer Erhebungen aus Gründen der Entbürokratisierung, des Datenschutzes, der Entlastung der "Datenlieferanten" und der Vermeidung zusätzlicher Kosten andererseits abzuwägen.

Ralf Messer

Mitarbeiter der Serviceabteilung in der Abteilung Kommunikation