Umweltschutz in der Sowjetunion: Zwang zum Handeln

DIW Wochenbericht 44 / 1988, S. 595-599

Ulrich Weißenburger

Abstract

Die Umweltbelastung wird in der Sowjetunion mehr und mehr als eines der größten Probleme der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik begriffen. In zahlreichen Städten wird die ökologische Lage für so ernst gehalten, daß ein Delegierter auf der 19. Parteikonferenz der KPdSU (28. Juni bis 1. Juli 1988) Sofortmaßnahmen gegen die Umweltverschmutzung in den am meisten belasteten Städten als eine Aufgabe bezeichnete, die vergleichbar mit dem Kampf gegen die Auswirkungen der Katastrophe von Tschernobyl sei. Sowjetischen Schätzungen zufolge verursachen die Umweltschäden jährlich Verluste von etwa 50 Mrd. Rubel; nur ein Zwanzigstel dieser Summe wird in Umweltschutzmaßnahmen investiert.

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