DIW Wochenbericht 46 / 1987, S. 627-634
Heinrich Machowski
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Durch den Sturz der Weltmarktpreise von Mineralöl und Erdgas im Jahre 1986 haben sich die Terms of Trade im Ost-West-Handel für die RGW-Länder dramatisch verschlechtert; Verluste durch den Dollarkursverfall kamen hinzu. Die RGW-Staaten haben versucht, die Einbußen mit einer kräftigen Steigerung ihrer Ausfuhr (real + 10 vH) und mit einer Kürzung ihrer Einfuhr (real -7,5 vH) zu begrenzen. Der reale Umsatz im Ost-West-Handel stagnierte, die wirtschaftliche Verflechtung zwischen Ost und West hat erneut abgenommen. Die Ost-West-Wirtschaftsbeziehungen sind weiterhin labil. Das wirtschaftliche Wachstum im industrialisierten Westen bleibt mäßig. Die Exportfähigkeit der osteuropäischen Volkswirtschaften, sie ist entscheidend für die zukünftige Expansion des Ost-West-Handels, soll auch durch eine Reform der Außenwirtschaftssysteme vergrößert werden - dies ist indes eine Strategie des langen Atems. Von der bevorstehenden Normalisierung der Beziehungen zwischen RGW und EG sind bestenfalls mittelfristig handelsschaffende Wirkungen zu erwarten. Die Exportkontrolle der NATO behindert den Technologietransfer von West nach Ost in einem zunehmenden Ausmaß. Positive Aussichten eröffnen sich allerdings beim gesamteuropäischen Umweltschutz, hier könnten auch die westeuropäischen Regierungen ihren politischen Kooperationswillen beweisen.
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