Ausländer in Berlin (West): demographische Perspektiven bis zum Jahre 2000

DIW Wochenbericht 42 / 1979, S. 431-434

Ingo Pfeiffer

Abstract

In Berlin (West) leben gegenwärtig rund 200 000 Ausländer. Zwei Drittel stammen aus Ländern, in denen die Bundesrepublik Deutschland Arbeitskräfte angeworben hatte - der Türkei, Jugoslawien und Griechenland. Zwar wurde die Anwerbung bereits 1973 eingestellt, die Zahl der Ausländer dieser Nationalitäten blieb jedoch nahezu konstant: Der Zuzug von Familienangehörigen und hohe Geburtenzahlen haben die Fortzüge kompensiert. Eine deutliche Verminderung der Ausländerzahl ist auch künftig wenig wahrscheinlich. Die . Eingliederung dieses Bevölkerungsteils wirft nach wie vor erhebliche Probleme auf. Die Ballung in sanierungsreifen Wohnvierteln oder die Gefahr der sozio-kulturellen Desintegration der in Deutschland aufwachsenden Kinder sind dafür nur Beispiele. Um Aufschluß über die Probleme der Ausländerintegration und ihre Lösung zu erhalten, hat der Senat von Berlin eine Reihe von Forschungsaufträgen vergeben. Das DIW wurde beauftragt, die demographischen Perspektiven zu bestimmen. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Untersuchung werden im folgenden dargestellt.

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