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Nur vorübergehende Entlastung des Arbeitsmarkets durch Rückwanderung ausländischer Arbeitnehmer

DIW Wochenbericht 13 / 1978, S. 125-131

Ulrich Brasche

Abstract

Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik und anderen europäischen Ländern stellt die wirtschaftspolitischen Instanzen nach wie vor vor große Probleme. In der Bundesrepublik Deutschland werden immer wieder Forderungen nach einem einschneidenden Abbau der Ausländerbeschäftigung laut. Demgegenüber drängt das Ausland unter Hinweis auf die noch verhältnismäßig günstige Arbeitsmarktlage in der Bundesrepublik auf eine Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für ausländische Arbeitnehmer. Die Bundesregierung1 verfolgt in der Ausländerpolitik einen Mittelweg, der eine Eindämmung des Zuzugs sowie die Integration der fast 4 Mill. Ausländer in das wirtschaftliche und soziale Gefüge der Bundesrepublik vorsieht. Trotz des seit Ende 1973 bestehenden Anwerbestopps und des Beschäftigungsverbots seit Ende 1974 für neu zugereiste Ausländer aus Nicht-EG-Staaten ist aber weiterhin mit einem hohen Bestand an Ausländern zu rechnen, die in der Bundesrepublik Beschäftigung suchen und für die Ausbildungs- und Arbeitsplätze bereitgestellt werden müssen.

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