Der Rubel zwischen Hammer und Amboss: der Einfluss von Ölpreisen und Wirtschaftssanktionen

DIW Wochenbericht 44 / 2015, S. 1051-1056

Christian Dreger, Konstantin Kholodilin

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Abstract

Die russische Wirtschaft ist stark international verflochten und deshalb in hohem Grad von der Entwicklung der Wechselkurse abhängig. Seit 2014 verlor der Rubel mehr als 50 Prozent gegenüber dem Dollar. Die Abwertung der Währung geht einher mit den westlichen Sanktionen, die auf die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine zurückzuführen sind. Allerdings könnte auch der Rückgang der Ölpreise zum Wertverlust beigetragen haben. Im Folgenden untersuchen wir die relative Bedeutung der Faktoren, die den Kurs des Rubels bestimmen. Es zeigt sich, dass die Abwertung zum großen Teil mit den fallenden Ölpreisen erklärt werden kann. Dagegen spielen die Sanktionen eine untergeordnete Rolle.

The Russian economy is tightly woven into the global economy, and is therefore highly dependent on the development of exchange rates. Since 2014, the ruble has fallen by more than 50 percent against the US dollar. The de¬valuation goes hand in hand with the Western sanctions that were imposed due to the political tensions between Russia and Ukraine. At the same time, the decline in oil prices may also have contributed to the ruble’s depreciation. The study at hand examines the relative importance of the different factors influencing the ruble’s exchange rate. It turns out that the devaluation is mostly due to the falling oil prices, while the sanctions are playing a rather subordinate role.

Konstantin A. Kholodilin

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Makroökonomie

Themen: Geldpolitik



JEL-Classification: C22;F31;F51
Keywords: Political conflict, sanctions, oil prices, Russian ruble depreciation
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/121935