Mandanten von Anwälten wollen kein Stundenhonorar

DIW Wochenbericht 10 / 2016, S. 195-199

Jo Seldeslachts

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Abstract

Wir analysieren die Vertragswahl von Mandanten bei Auktionen, in denen niederländische Anwaltskanzleien um Fälle konkurrieren. Dabei können Anwälte Angebote mit der von ihnen bevorzugten Honorarregelung einreichen. Die Untersuchung bietet eindeutige Belege dafür, dass Angebote mit Stundenhonorar jene sind, die von den Mandanten am seltensten ausgewählt werden. Unsere Ergebnisse widersprechen dem von Anwälten oft vorgebrachten Argument, dass Stundenhonorare einen Vorteil für den Mandanten darstellen.

We analyse a client’s choice of contract in auctions where Dutch law firms compete for cases. In these auctions lawyers may submit bids with any fee arrangement they prefer. We find robust evidence that hourly rate bids are a client’s least-preferred choice. Our findings tentatively contradict lawyers’ often made argument that hourly rates are in a client’s best interest.

Jo Seldeslachts

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Unternehmen und Märkte



JEL-Classification: C25;D43;K10;K40
Keywords: Lawyers’ fee arrangements, clients’ choices, discrete choice models
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/129768