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Solidarität mit in Not geratenen Ländern der Europäischen Union: Ergebnisse einer Befragung des Sozio-oekonomischen Panels 2015

DIW Wochenbericht 39 / 2016, S. 871-878

Holger Lengfeld, Martin Kroh

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Abstract

Als Reaktion auf die europäische Staatsschulden- und Währungskrise hat die EU zumindest für die Eurozone den Weg in Richtung einer fiskalischen Solidargemeinschaft eingeschlagen. Befragungsdaten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigen, dass knapp die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland Hilfeleistungen für in Finanzierungsschwierigkeiten geratene Länder der EU generell unterstützt. Knapp jede dritte befragte Person befürwortet darüber hinaus einen individuellen hypothetischen "Solidaritätsbeitrag" für Krisenländer. Im Gegenzug erwartet die Mehrheit der Menschen in Deutschland, dass Krisenländer Ausgaben im öffentlichen Sektor senken und Privatisierungen vorantreiben. Lediglich eine Minderheit fordert die Kürzung von Sozialausgaben im Krisenland.

In response to the European sovereign debt and currency crisis, the EU has begun to implement measures toward fiscal solidarity at least for the euro area. Survey data from the Socio-Economic Panel (SOEP) study show that just under half of all adults in Germany generally support providing assistance to EU countries experiencing financial difficulties. Almost one in three respondents also advocate the idea of an individual solidarity contribution for countries in crisis. In return, the majority of people in Germany expect these countries to reduce public spending and forge ahead with privatization. Only a minority call for the crisis country to make cuts in its social spending.



JEL-Classification: N14;F15;F34;H81;Z13
Keywords: European Union, bail-out, fiscal solidarity, sovereign debt crisis, survey research
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/146936

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