Highway to the Danger Zone: die Gefahren des Niedrigzinses nehmen zu

Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 1 / 2016, S. 31-44

Andreas Bley, Jan Philip Weber

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Abstract

Die Zinsen befinden sich in Deutschland seit mehr als sieben Jahren auf einem historisch niedrigen Niveau. Der Umstand, dass bislang sowohl die Kreditvergabe als auch der Immobilienmarkt als wichtigster Vermögensmarkt moderat auf die historisch niedrigen Zinsen reagiert haben, ist kein Grund zur Entwarnung. Finanzstabilitätsrisiken bauen sich oft erst langsam auf. Wenn sich destabilisierende Prozesse erst aufgeschaukelt haben, sind sie schwer wieder zu stoppen. Die Wirtschaftspolitik sollte in dem Umfeld einer dauerhaft extrem lockeren Geldpolitik in den kommenden Jahren Strukturen fördern und bewahren, die den aktuellen Aufschwung am Immobilienmarkt nicht zu einem systemischen Risiko werden lassen oder eine ausufernde Kreditvergabe begünstigen.

For more than seven years interest rates have remained on historically low levels. Yet both credit growth and the housing market in Germany have only moderately responded to the low financing costs so far. It is still too early, however, to give the all-clear. Often, risks build up slowly on financial markets. It is difficult to fight these destabilising processes once they are set in motion. In the context of a persistent loose monetary policy, economic policy should enhance structural factors and policies that dampen the risk of escalating prices and credit expansion on the German housing market.



JEL-Classification: E51;E52;E44;R21;R31
Keywords: Credit, monetary policy, financial markets and the macroeconomy, housing demand, housing supply and markets
DOI:
https://doi.org/10.3790/vjh.85.1.31
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/170586