Boom oder Blase? Einschätzungen von Preisentwicklungen auf Immobilienmärkten am Beispiel Berlins

Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 1 / 2016, S. 139-158

Thomas Lehmann

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Abstract

Der Artikel analysiert die zeitliche Entwicklung des Berliner Wohnimmobilienmarktes (2009–2014) mit Blick auf die Frage, ob es zu einer potenziellen Überhitzung gekommen ist. Dabei wird der empirische Wirkungszusammenhang zwischen der andauernden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und dessen Wirkung auf den Immobilienpreis evaluiert. Folglich wird ein mögliches Immobilienblasenszenario, ausgehend von der Politik der EZB, entworfen und die Wirkung der Niedrigzinsen anhand des User Cost of Housing Approach gemessen. In diesem Zusammenhang wird das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage mit einer eventuellen Wohnungsverknappung untersucht, um zu sehen, ob der vermeintliche, von der EZB-Politik beflügelte Preisauftrieb auch ökonomisch nachvollziehbar ist.

The article analyzes whether Berlin’s housing market shows signals of a new housing bubble between 2009 and 2014. Specifically, it is investigated whether there exists an empiric relationship between the low interest rate policy of the ECB and Berlin's housing prices. A potential housing bubble scenario, caused by the ECB policy, is considered and the user cost of housing approach is applied to measure the effects of the low interest rates. Furthermore the interaction between the housing supply and demand is analyzed to evaluate Berlin's “housing scarcity” and to test to what extend the increasing prices are economically justified.



JEL-Classification: R31;E43;P43
Keywords: Housing bubble, real estate economics, monetary policy
DOI:
https://doi.org/10.3790/vjh.85.1.139
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/170593