DIW Konjunkturbarometer März 2017: Industrie mit lebhaftem Jahresauftakt

Pressemitteilung vom 29. März 2017

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) klettert für das erste Quartal auf 107 Punkte und signalisiert damit für den Jahresbeginn 2017 ein überdurchschnittliches Plus beim Bruttoinlandsprodukt; der Zuwachs dürfte im ersten Quartal bei knapp 0,6 Prozent liegen, etwas höher noch als im Schlussquartal 2016.

Im Zuge einer kräftigen Exportentwicklung dürfte die Industrie ihre Produktion merklich ausgeweitet haben und in den kommenden Monaten einem moderaten Aufwärtstrend folgen. Auch die Dienstleister werden wohl ihren Aufwärtstrend fortsetzen; hier dürften allerdings die zuletzt etwas stärker gestiegenen Preise die Kaufkraft dämpfen. So deuten die zuletzt schwachen Einzelhandelsumsätze und die sich etwas eintrübende Stimmung – insbesondere bei den konsumnahen Dienstleistern – darauf hin, dass der private Verbrauch nicht an die spürbaren Zuwächse der vergangenen beiden Jahre anknüpfen kann.

Erhebliche Risiken birgt das internationale Umfeld: Angesichts einer unklaren Ausrichtung der amerikanischen Wirtschaftspolitik, des Zulaufs europakritischer Parteien im Vorfeld der Wahlen in wichtigen europäischen Ländern und der anstehenden Brexit-Verhandlungen werden die Unternehmensinvestitionen in Deutschland wohl verhalten bleiben.

Das nächste DIW Konjunkturbarometer erscheint am Mittwoch, den 26. April.

Themen: Konjunktur