Nachhaltiges Entwicklungsziel Trinkwasser: Faire Gestaltung der Grundversorgung durch Blocktarife

DIW Wochenbericht 28 / 2017, S. 584-591

Christian von Hirschhausen, Maya Flekstad, Georg Meran, Greta Sundermann

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Abstract

Beim Hamburger G20-Gipfel im Juli 2017 standen unter anderem die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen im Mittelpunkt – auch im Bereich Wasser: Trotz Fortschritten haben bis heute weltweit circa 800 Millionen Menschen keinen Zugang zu einer adäquaten Trinkwasserversorgung. Ein verbreitetes Instrument zur Förderung der Trinkwasserversorgung ärmerer Bevölkerungsschichten sind steigende Blocktarife, bei denen der Preis des Wassers mit der konsumierten Menge stufenweise ansteigt. Hierbei wird durch einen sehr günstigen ersten Block die Trinkwasserversorgung der ärmeren Bevölkerung sichergestellt. Diese Tarifbildung gilt in neoklassischen Theorieansätzen jedoch oftmals als ineffizient und es wird von ihrer Anwendung abgeraten. Aus verhaltensökonomischer Perspektive weisen diese Tarife jedoch einige Vorteile auf, wie dieser Bericht zeigt. Neben ihrer leichteren Umsetzbarkeit entsprechen sie vor allem eher einem in der Öffentlichkeit verbreiteten Verständnis von Fairness: Ärmere Bevölkerungsschichten sollen weniger für lebenswichtige Güter bezahlen



JEL-Classification: L51;L95;H21;D40
Keywords: Wasser, Tarife, soziale Präferenzen, Neoklassik, nachhaltige Entwicklung
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/162897


Die Publikation ist gemäß der Creative-Commons-Lizenz CC-BY-4.0 nachnutzbar: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

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