Statement

Statement vom 14.12.2017 von Prof. Marcel Fratzscher, Ph.D.

„EZB lässt sich beim Ausstieg aus expansiver Geldpolitik nicht unter Druck setzen “

DIW Berlin/B. Dietl (Copyright) Marcel Fratzscher
Copyright: DIW Berlin/B. Dietl

Zu den Ergebnissen der heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank äußert sich DIW-Präsident Marcel Fratzscher wie folgt:

Die EZB handelt klug, sich beim Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik nicht unter Druck setzen zu lassen. Kontinuität und Zuverlässigkeit sind zwei wichtige Elemente der EZB-Geldpolitik, um Verwerfungen an den Finanzmärkten zu vermeiden. Durch die gute wirtschaftliche Erholung der Eurozone steigen die Chancen, dass die EZB ihr Anleihenkaufprogramm auch wirklich im September 2018 beenden kann. Meine größten Sorgen sind die zu niedrige Kerninflation und die hohen Bankenrisiken in der Eurozone. Die neue EZB-Prognose deutet darauf hin, dass die EZB erst 2020 ihr Inflationsziel wieder erreichen wird. Sorgen in Deutschland über eine Überhitzung und eine zu hohe Inflation sind ungerechtfertigt. Die Inflation selbst in Deutschland wird wohl auch in den nächsten Jahren unter dem Zwei-Prozent-Inflationsziel für die gesamte Eurozone bleiben. Zudem sollten wir uns nicht der Illusion hingeben, die Zinsen würden nach dem Ende der Anleihenkäufe schnell steigen. Die Niedrigzinsphase wird noch einige Jahre anhalten.

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