Finanzwissen und Finanzbildung

 

Veranstaltungsreihe des DIW Berlin "Finanzkompetenz für alle Lebenslagen" – 2016 bis 2019

Mehr über unsere Veranstaltungsreihe

In den letzten Jahren ist finanzielle Bildung vermehrt in den Fokus der politischen und wissenschaftlichen Diskussion gerückt. Begründet wird dies mit einer wachsenden Komplexität des Finanzsystems sowie mit einer vermehrten Zuschreibung von Eigenverantwortung an die Verbraucher für die Absicherung von Lebensrisiken. Die Abteilung Weltwirtschaft und die Abteilung Wettbewerb und Verbraucher bieten seit Ende 2016 bis 2019 eine vierteilige Veranstaltungsreihe "Finanzkompetenzen für alle Lebenslagen" an. In jeder Veranstaltung wird ein spezifischer Aspekt des Rahmenthemas beleuchtet – Jugend, Altersvorsorge, Frauen, Verschuldung privater Haushalte. Die Veranstaltungen sind als Themenaustausch an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft konzipiert. Bisher fanden zwei dieser Workshops statt.

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Kommende Veranstaltung: 3. Workshop "Finanzielles Wissen und Verhalten von Frauen – Noch ein Gendergap!?"

14. September 2018 | DIW Berlin

In den meisten Ländern der Welt ist das Finanzwissen von Frauen geringer als das von Männern (beispielsweise Grohmann, DIW Wochenbericht 46/2016). In Deutschland schneiden Frauen vor allem bei komplexen Finanzfragen schlechter ab als Männer. Mit Blick auf das Anlageverhalten von Frauen, ist festzuhalten, dass Frauen mit geringem Finanzwissen nicht dazu neigen, riskant zu investieren. Ganz im Gegenteil: Frauen setzen bevorzugt auf einfache, als sicher geltende Anlageformen und gehen wenig Risiken ein. Frauen lassen damit auch spürbar Ertragschancen verstreichen. Die Gründe dafür, dass Frauen eine andere Finanzbildung haben als Männer, ergeben sich aus einem komplizierten Zusammenspiel von Bildung, Einkommen und der Rolle der Frau in der Gesellschaft in Bezug auf Geld. In dem Workshop wird den Gründen des Finanzverhaltens von Frauen nachgespürt, zudem werden sich Initiativen vorstellen, die Frauen dabei unterstützen wollen, ihr Finanzwissen zu erweitern und finanzielle Entscheidungen zu fundieren.

Vorläufiges Programm | PDF, 119.76 KB

Für Ihre Teilnahme ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich. Bei Interesse senden Sie bitte eine E-Mail an Anja Kegel ().

Anmeldeschluss ist der 1. September 2018.

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Vorschau: 4. Workshop "Verschuldung privater Haushalte – Ursachen und Hilfen"

Voraussichtlich im Frühsommer 2019

In Deutschland gibt es eine wachsende Anzahl überschuldeter Haushalte. Laut Schuldneratlas 2016 leben bei uns 6,85 Millionen Menschen, das entspricht 10,6 Prozent der Bevölkerung, verschuldet. Wodurch entsteht Verschuldung? Aus Forschungen ist bekannt, dass die vorrangigen Verschuldungsgründe Arbeitslosigkeit, Scheidung, Krankheit, Tod eines Familienmitglieds sind. Es gibt darüber hinaus aber auch eine Verhaltenskomponente: Risiken werden über-, Zukunftsbedarfe unterschätzt. Welche Rolle spielt Finanzwissen und -bildung bei dem Weg in die Verschuldung, wird die Kernfrage in dem Workshop zur Verschuldung privater Haushalte sein.

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Rückschau: 2. Workshop "Finanzielle Kompetenzen und Altersvorsorge: Verhalten steuern durch Beratung und Infomation – geht das?"

11. Oktober 2017 | DIW Berlin

In diesem Workshop wurde darüber diskutiert, dass Verbraucherinnen und Verbraucher zwischen zahlreichen und komplexen Vorsorgeoptionen entscheiden müssen und dabei vielfältigen Entscheidungszwängen unterliegen. Vielen Menschen fehlen aber dafür entscheidende Kompetenzen. In der Veranstaltung wurden die Ursachen fehlender Finanzkompetenzen, systematische Rationalitätsdefizite und Unsicherheiten vieler Menschen im Altersvorsorgeprozess beleuchtet. Zur Diskussion standen niedrigschwellige Bildungsangebote wie Beratung und Produktinformation, die zu einer Verbesserung des Altersvorsorgeverhaltens beitragen sollen und damit letztlich zu einer adäquaten Altersvorsorge. Ein Vortrag (Leinert) aus diesem Workshop ist in den Vierteljahrsheften zur Wirtschaftsforschung 4/2017 erschienen.

Programm | PDF, 162.58 KB

Präsentationen:

Die Bedeutung der privaten Vorsorge im deutschen Alterssicherungssystem | PDF, 0.8 MB
Marlene Haupt (Hochschule Ravensburg-Weingarten)

Wie beeinflusst Financial Literacy die Altersvorsorge? | PDF, 197.65 KB
Johannes Leinert (infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft)

Die Sorge um die Altersvorsorge: Eine fachdidaktische Herausforderung für die Finanzielle Allgemeinbildung in der Schule | PDF, 1.12 MB
Vera Kirchner (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

Beratung und Information im Kontext privater Altersvorsorge | PDF, 0.62 MB
Tabea Bucher-Koenen (MEA Munich Center for the Economics of Aging)

Kognitive und emotionale Dimensionen des Umgangs mit der Alterssicherung | PDF, 1.04 MB
Ingo Bode (Universität Kassel)

Pro Sicherheit im Alter (PROSA) - Das Konzept der Servicezentren für Altersvorsorge in Baden-Württemberg | PDF, 1.46 MB
Michael Grunert (Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg)

Die trägerübergreifende Renteninformation – Konzept und Stand der Überlegungen | PDF, 0.55 MB
Reinhold Thiede (Deutsche Rentenversicherung Bund)

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Rückschau: 1. Workshop "Finanzielle Bildung in der Jugend – gewappnet für die Zukunft!?"

29. November 2016 | DIW Berlin

Finanzbildung ist nicht nur ein Thema für spätere Lebenslagen, sondern ist auch für junge Leute von hoher Bedeutung. In unserer Auftaktveranstaltung wurde über Inhalte, die Verortung von Finanzbildung in der Schule und über außerschulische Anbieter finanzieller Bildung kontrovers diskutiert. Einige der auf dieser Veranstaltung vorgetragenen Präsentationen (Lutter, Weber, van Treeck) sind auch in den Vierteljahrsheften zur Wirtschaftsforschung 3/2017 veröffentlicht.

Programm | PDF, 146.93 KB

Präsentationen:

Schule, Eltern und finanzielle Bildung bestimmen das Finanzverhalten | PDF, 343.38 KB
Antonia Grohmann (DIW Berlin)

Finanzielle Bildung in der Sekundarstufe I: Stand der curricularen Verankerung und Herausforderungen | PPTX, 501.73 KB
Birgit Weber (Universität Köln)

Finanzielle Bildung im Spanungsfeld zwischen individueller Finanzkompetenz, Lobbyinteressen und wirtschaftspolitischen Kontroversen | PPTX, 6.69 MB
Till van Treeck (Universität Duisburg)

Grenzen der finanziellen Bildung | Finanzielle Bildung aus Verbrauchersicht | PPTX, 1.68 MB
Christina Buchmüller und Vera Fricke (Verbraucherzentrale Bundesverband)

Finanzielle Bildung: Gut fürs Leben
| PDF, 0.72 MB
Korina Dörr (Deutscher Sparkassen- und Giroverband)

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