Statement

Statement vom 13.09.2018 von Prof. Marcel Fratzscher, Ph.D.

„Die EZB hat aus den Fehlern der US-Notenbank gelernt“

DIW Berlin/B. Dietl (Copyright) Marcel Fratzscher
Copyright: DIW Berlin/B. Dietl

Zu den Ergebnissen der heutigen Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) äußert sich DIW-Präsident Marcel Fratzscher wie folgt:

Die EZB setzt ihren Kurs des vorsichtigen Ausstiegs aus ihrer expansiven Geldpolitik fort. Auch wenn die Märkte gerne mehr Sicherheit über den künftigen Kurs der Geldpolitik hätten, so muss die EZB sich ihre Optionen offen halten, um ihre Flexibilität nicht zu beschneiden. Die Unsicherheit für die Weltwirtschaft ist hoch und hat durch den Handelskonflikt mit den USA, der Schieflage in der Türkei, dem ungelösten Brexit und den Bankenproblemen im Euroraum eher noch zugenommen. Der Ausstieg der EZB läuft bisher noch gut. Die EZB hat von den Fehlern der amerikanischen Notenbank Fed gelernt und Verwerfungen an den Finanzmärkten durch den geldpolitischen Ausstieg bisher verhindern können. Ich bin optimistisch, dass die EZB ihre erste Zinserhöhung im kommenden Sommer tätigen wird. Allerdings sollten wir keine falschen Erwartungen haben, denn die EZB wird in jedem Fall viele Jahre brauchen, um die Zinsen wieder zu normalisieren.

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