SOEP Related Studies

Kurzportrait

Es gibt inzwischen eine Reihe von Studien in Deutschland, die aus dem SOEP einige Fragen übernommen haben, um die Ergebnisse später auf die Vergleichbarkeit mit einer repräsentativen Grundgesamtheit prüfen zu können.

Die SOEP Related Studies (SOEP-RS) entstehen darüber hinaus in enger Zusammenarbeit mit dem SOEP-Team und sind ähnlich aufgebaut. So können die Datensätze der SOEP-RS relativ einfach mit der ursprünglichen SOEP-Befragung (SOEP-Core) verknüpft und zusammen ausgewertet werden.

Folgende aufgelistete Studien werden nicht vom Forschungsdatenzentrum des SOEP vetrieben.

Haushaltspanels im Allgemeinen - und das Deutsche Sozioökonomische Panel (SOEP) im Besonderen - können als Referenzdaten für Forscher dienen, die Datensätze sammeln, welche nicht die Gesamtheit Bevölkerung repräsentieren (z.B. durch klinische Studien, Interventionsstudien, Labor- und Verhaltensexperimente und Kohortenstudien). Es ist eine Besonderheit des Forschungsrechenzentrums des SOEP, Forscherinnen und Forscher, die das SOEP als Referenzdatensatz bzw. als Kontrollstichprobe für ihre eigenen Studien verwenden wollen, maßgeschneidert zu beraten. Dieser Service umfasst die Beratung von Forschern bei der Gestaltung ihrer eigenen Längsschnittstudien.

Obwohl der SOEP-Fragebogen ein wichtiger Bestandteil der gesamten SOEP-Umfrage ist, möchten wir darauf hinweisen, dass bestimmte Erhebungstechniken wie die Tracking-Regel in Panelstudien es ermöglichen, nicht nur Kohortenmitgliedern, sondern auch deren Kindern (und Enkeln), Ehepartnern und anderen nahestehenden Personen im Zeitablauf zu folgen.
So kann die SOEP-Umfragegruppe neben Empfehlungen, welche Fragen in eine bestimmte Umfrage aufgenommen werden sollen, auch Ratschläge zu anderen Aspekten der Durchführung einer Umfrage geben.

Hier stellen wir eine umfassende Liste von SOEP-Kernfragen vor, die wir Forschern empfehlen, die sie bei der Erhebung ihrer eigenen Daten berücksichtigen sollten. Wir konzentrieren uns auf sieben Themen:


(1) demographische und elterliche Merkmale
(2) Arbeitsmarkt
(3) Gesundheit
(4) Persönlichkeit, Präferenzen und subjektive Orientierungen
(5) subjektives Wohlbefinden
(6) politisches Engagement und Beteiligung
(7) Kernfragen für Kleinkinder vor dem Schulanfang.

Natürlich hängt die Auswahl eines Mindestfragebogens von der Forschungsfrage ab.

Die Verwendung von SOEP-Fragen ist einfach, aber die Auswahl der besten Fragen für ein bestimmtes Projekt ist oft schwieriger. Die SOEP-Umfragegruppe berät Sie gerne. Aufgrund unserer begrenzten Personalkapazitäten müssen die Konsultationen jedoch weit im Voraus geplant werden.

Fragenauswahl für ihre Studie:

Adult questions

Mother-child questions

Original SOEP questionnaires

Studien, die bereits SOEP Fragen nutzen:

Affect Across the Lifespan

Project EVA - Evaluation of two prevention programs with high risk children in kindergarten

Gerotest

COGITO

BASE II

Early Intervention Project 'Pro Kind' | PDF, 309.63 KB

IZA Evaluation Data Set

Long-term consequences of congenital heart disease (I)

NUBBEK - Nationale Untersuchung zur Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit

Ravensburger Elternsurvey

TwinLife

Studienbeschreibung

Die Studie „Programme for International Assessment of Adult Competencies“ (PIAAC - auch bekannt als PISA-Studie für Erwachsene) untersucht im Auftrag der OECD die grundlegenden Kompetenzen, die zur erfolgreichen Teilnahme an der Gesellschaft und am Berufsleben notwendig sind. Im Oktober 2013 wurden die Ergebnisse der 2011/2012 erfolgten Erhebung vorgestellt. Rund 98% der ca. 5.400 PIAAC-Befragten stimmten damals zu, an weiteren Befragungen teilzunehmen.

PIAAC-L ist ein Kooperationsprojekt von GESIS, dem Nationalen Bildungspanel (NEPS) am Leibniz-Institut für Bildungstrajektorien (LIfBi) und dem Sozioökonomischen Panel (SOEP) am DIW Berlin. Ziel es ist, die PIAAC-Studie in eine Längsschnittstudie mit drei Wellen umzusetzen. Dadurch entsteht eine der weltweit ersten international vergleichbaren Langzeitstudien zu Kompetenzen und deren Bedeutung im Lebenslauf.

Das Projekt sieht drei Erhebungswellen (in 2014, 2015, 2016) mit unterschiedlichen Schwer­punkten vor. Hierbei kommen die SOEP-Kerninstrumente (sowohl Personen- als auch Haus­haltsfragebogen), PIAAC-Instrumente (Kompetenzmessung und Hintergrundfragebogen) sowie Kompetenztests aus NEPS und SOEP zum Einsatz. In der ersten Erhebungswelle werden ausschließlich die SOEP-Kerninstrumente eingesetzt (Haushalts- und Personenfragebogen). Die dritte Wiederholungswelle fokussiert sich auf die Kompetenzmessung sämtlicher Haushaltsmitglieder basierend auf den im SOEP im Jahr 2006 sowie 2012 eingesetzten Kurzskalen zu kognitiven Grundfähigkeiten. Ziel der Erhebungen sind methodisch vergleichende Analysen bezogen auf die in PIAAC-NEPS-SOEP verwandten Kompetenzindikatoren sowie innovative inhaltliche Analysen zu Arbeitsmarkt-, Bildungs- und sozialpolitischen Fragestellungen.

Zum Ende der Projektlaufzeit werden zum einen Ergebnisse zum Einfluss von Kompetenzen auf Bildungs- und Berufskarrieren in Form von wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht und zum anderen die Daten sämtlicher Wellen kumuliert und dokumentiert für die wissenschaftliche Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die inhaltlich ausgerichteten Analysen sollen vor allem den Längsschnittcharakter der neu geschaffenen Datenbasis nutzen und vergleichend zum SOEP angelegt sein. Ab 2018 werden befragungsbereite TeilnehmerInnen von PIAAC-L in eine dauerhafte Langzeitbeobachtung der Hauptstudie SOEP-Core übernommen.

Update

Zu den Daten der ersten Welle (Erhebung 2014) ist am 20. Juli 2016 unter der DOI 10.4232/1.12576 ein Update veröffentlicht worden.

Die PIAAC-L Daten sind jetzt verfügbar und können mit PIAAC 2012 über das GESIS Datenarchiv verknüpft werden.

Die Datenbestellung erfolgt auf der GESIS-Seite.

Ihr Ansprechpartner: Luise Burkhardt

E-Mail: lburkhardt@diw.de

TwinLife ist eine auf zwölf Jahre angelegte repräsentative verhaltensgenetische Studie zur Entwicklung von sozialer Ungleichheit.
Das Langfristvorhaben begann im Jahr 2014 und befragt in einem jährlichen Turnus über 4000 in Deutschland lebende Zwillingspaare und deren Familien zu unterschiedlichen Lebensabschnitten. Mit Hilfe von Informationen von ein- und zweieiigen Zwillingspaaren können nicht nur soziale Mechanismen, sondern auch genetische Differenzen zwischen Individuen sowie die Kovariation und Interaktion beider Einflussgrößen betrachtet werden.

Um die individuelle Entwicklung unterschiedlicher Einflussfaktoren dokumentieren zu können, ist es dabei wichtig, eine Familie über mehrere Jahre hinweg umfassend zu untersuchen. Inhaltlich werden dabei sechs bedeutsame Bereiche fokussiert: Bildung und Bildungserfolg, Karriere und Erfolge auf dem Arbeitsmarkt, Integration und Teilhabe am sozialen, kulturellen und politischen Leben, Lebensqualität und wahrgenommene Handlungsmöglichkeiten, physische und psychische Gesundheit und schließlich Verhaltensprobleme und abweichendes Verhalten. Die so erhobenen Daten können Aufschluss über Fragen zur Entstehung von sozialen Unterschieden geben und sollen der wissenschaftlichen Gemeinschaft zugänglich gemacht werden.

Offizielle Website

Ansprechpartner: Tina Baier und Kristina Krell

E-Mail: tbaier@diw.de und kkrell@diw.de

Teilvorhaben am DIW Berlin: SOEP-Design und Kosten-Effektivitätsanalysen

Die Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung (BRISE) ist eine Langzeitstudie, die systematisch Effekte frühkindlicher Förderung untersucht.

BRISE begleitet für mehrere Jahre etwa 1.000 Familien in Bremen, die zwischen Frühjahr 2017 und Ende 2018 ein Kind erwarten. Alltagsintegrierte, zumeist bereits in Bremen vorhandene Angebote zur frühkindlichen und vorschulischen Förderung in den Familien und in den Kindertageseinrichtungen werden systematisch zu einer Maßnahmenkette verknüpft.  Die Begleitung setzt bereits während der Schwangerschaft ein und soll bis zum Schuleintritt des Kindes reichen.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für zunächst vier Jahre geförderte wissenschaftliche Begleitforschung von BRISE geht der Frage nach, welche kumulativen Effekte ein koordiniertes Förderprogramm auf die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung der Kinder hat; die Programmplanung sieht eine zweite vierjährige Förderphase vor. Als Vergleichsgruppe werden Kinder betrachtet, deren Familien nach eigenem Ermessen die Förderangebote in der Stadtgemeinde Bremen nutzen. Über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren werden insgesamt etwa 1000 sozial und kulturell benachteiligte Bremer Familien als BRISE-Familien in unsere Stichprobe aufgenommen. Durch die Anbindung sowohl an das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) als auch an das Nationale Bildungspanel (NEPS) kann BRISE auf weitere hochwertige Vergleichsdaten zurückgreifen und auch die Frage der Übertragbarkeit und Verallgemeinerung der Bremer Befunde beantworten.

Das Verbundvorhaben wird primär vom Partner IPN wissenschaftlich koordiniert, der Feldzugang erfolgt in Bremen. Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung unterstützt den Aufbau der Forschungsinfrastruktur (BabyLab) am Standort Bremen. Wissenschaftlich setzen die koordinierenden Partner Schwerpunkte im Bereich der Professionalisierung des pädagogischen Personals und domänenspezifischen Prozessen im Bereich der Mathematik und Naturwissenschaften bzw. auf entwicklungspsychologische und entwicklungspsychopathologische Fragestellungen. Die Abteilung Bildung und Familie führt eine Kosten-Effektivitäts-Analyse der Maßnahmen durch, zudem übernimmt das DIW Berlin die Verzahnung von BRISE und dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP). Hierzu werden innovative Wege der SOEP-Datenerhebung im Bremer Studienzentrum eingesetzt werde. Die Verzahnung von BRISE mit dem Nationalen Bildungspanel (NEPS) wird gemeinschaftlich durch die Verbundpartner Universität Bamberg und Leibniz-Institut für Bildungsverläufe verantwortet. Mit beiden Panelstudien werden vergleichende Analysen angestellt. Der Verbundpartner Universität Heidelberg betreibt an Meilensteinen orientierte frühkindliche Entwicklungsdiagnostik. Der Verbundpartner Freie Universität Berlin schließlich fokussiert die Interaktionsqualität in Familien und Kindertagesstätten.

Mehr Details finden Sie auf der BRISE Homepage.

Ihre Ansprechpartner: David Richter und Jürgen Schupp

E-Mail: drichter@diw.de und jschupp@diw.de

Das Bonner Interventions-Panel (BIP) untersucht die Entwicklung von Persönlichkeit und Preferenzen von Kindern vom Grundschulalter bis zum Alter von 25 Jahren und danach. Der Hauptfokus der Studie liegt darauf den Umwelteinflüssen in der frühen Kindheit. Zu diesem Zweck wurde die kindliche Umgebung experimentell verändert, indem einer Untergruppe die Möglichkeit gegeben wurde, an einem Mentoring-Programm zur Erziehung teilzunehmen (Balu und Du).

In der ersten Befragungswelle wurden im Herbst 2011 die Persönlichkeitseigenschaften und Präferenzen sowohl der Kindern (mit Hilfe von Choice-Experimenten) als auch der Haupt-Erziehungsperson (in der Regel der Mutter) erhoben. Die Befragung enthielt einen großen Anteil an SOEP-Fragen, um eine Vergleichbarkeit mit den SOEP-Daten zu ermöglichen.

Die zweite Befragungswelle im März 2013 fand mit nahezu dem gleichen Setting nach der Teilnahme der Treatment-Gruppe an dem Mentoring-Programm statt.

Die dritte Befragungswelle Ende 2014 stellte den Übergang von dem BIP-Projekt zur SOEP-IS-Befragung dar. Neben dem 'normalen' SOEP-IS-Fragenprogramm wurden der Haupt-Erziehungsperson (Mutter) noch einmal Fragen zu ihrer Persönlichkeit und ihrem Erziehungsstil gestellt sowie Experimente mit den Kindern durchgeführt.

Die 'BIP'-Familien sind seit 2014 Teil des SOEP-IS und werden damit jährlich befragt, um die weitere Entwicklung der Kinder langfristig verfolgen zu können.

Veröffentlichungen

Deckers, Thomas, Armin Falk, Fabian Kosse & Hannah Schildberg-Hörisch (2015) “How Does Socio-Economic Status Shape a Child’s Personality?” IZA Discussion Paper No. 8977.

Kosse, Fabian, Thomas Deckers, Hannah Schildberg-Hörisch & Armin Falk (2016) “Formation of Human Prosociality: Causal Evidence on the Role of Social Environment.” IZA Discussion Paper no. 9861 and SOEPpaper 840 (PDF, 0.58 MB).

Ihre Ansprechpartner: David Richter und Jürgen Schupp

E-Mail: drichter@diw.de und jschupp@diw.de

Studien, die bereits SOEP Fragen nutzen: