Pressemitteilung/Press Release

Pressemitteilung vom 22.11.2018

Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für Gert G. Wagner

DIW Berlin, Florian Schuh (Copyright)  Gert G Wagner
Copyright: DIW Berlin, Florian Schuh

Prof. Dr. Gert G. Wagner, langjähriger ehemaliger Vorstand des DIW Berlin, erhielt für sein anhaltendes ehrenamtliches Engagement in der Vermittlung wissenschaftlicher Expertise in Politik und Gesellschaft vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Als Sozialökonom und Berater politischer AkteurInnen in verschiedenen Ämtern prägte Wagner gesellschaftliche und sozialpolitische Debatten maßgeblich mit. Bereits 2008 hatte er das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

Senatskanzleichef Christian Gaebler, der die Ordensinsignien am Montagabend im Berliner Rathaus feierlich an Gert G. Wagner überreichte, lobte ihn mit den Worten: „Professor Wagner bringt sich nicht nur als Wissenschaftler, sondern auch ehrenamtlich in wichtigen Ämtern in die gesellschaftliche und sozialpolitische Diskussion ein. Er gehört zu den Menschen, zu deren zentraler Lebensaufgabe der Einsatz für Gemeinschaftsaufgaben gehört. Ich danke Professor Wagner für sein beispielhaftes Engagement für die Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit in Deutschland.“

Wagner war von 2011 bis 2017 Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin); zuvor leitete er von 1989 bis 2011 die Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin, eine der weltweit größten und meistgenutzten Längsschnittstudien, und bleibt diesem als Senior Research Fellow weiterhin verbunden.

Seit 2014 ist Wagner Mitglied und Vorsitzender des Sozialbeirates, der die Bundesregierung unter anderem in Fragen der Alterssicherung berät und zu ihren jährlichen Rentenversicherungsberichten Stellung nimmt. In dieser Funktion ist er auch Mitglied der Rentenkommission. Ferner ist Wagner seit 2014 Mitglied des unabhängigen Sachverständigenrates für Verbraucherfragen, der beratend für das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz tätig ist. Als Politikberater zu gesamtgesellschaftlich relevanten Fragen war er ebenfalls in der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestags und im wissenschaftlichen Beirat des Regierungsprojekts „Gut leben in Deutschland – was uns wichtig ist“ aktiv.

Mehrfach engagierte sich Wagner seit 2004 zudem mit seiner Expertise auch als Mitglied und Vorsitzender des Rats für Sozial- und Wirtschaftsdaten. Wagner hat sich aber nicht nur als Wissenschaftler, sondern auch ehrenamtlich für die evangelische Kirche in die gesellschaftliche und sozialpolitische Diskussion eingebracht. Als Vorsitzender der Kammer für soziale Fragen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) von 2004 bis 2009 verantwortete Wagner die sozial- und wirtschaftspolitische Positionierung der EKD.

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

Das DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) ist seit 1925 eines der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland. Es erforscht wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Zusammenhänge in gesellschaftlich relevanten Themenfeldern und berät auf dieser Grundlage Politik und Gesellschaft. Das Institut ist national und international vernetzt, stellt weltweit genutzte Forschungsinfrastruktur bereit und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs. Das DIW Berlin ist unabhängig und wird als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert.

Sozio-oekonomisches Panel (SOEP)

Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ist die größte und am längsten laufende multidisziplinäre Langzeitstudie in Deutschland. Das SOEP im DIW Berlin wird als Teil der Forschungsinfrastruktur in Deutschland unter dem Dach der Leibniz-Gemeinschaft vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Ländern gefördert. Für das SOEP werden seit 1984 jedes Jahr vom Umfrageinstitut Kantar Public (zuvor TNS Infratest Sozialforschung) in mehreren tausend Haushalten statistische Daten erhoben. Zurzeit sind es etwa 30.000 Personen in etwa 15.000 Haushalten. Die Daten des SOEP geben unter anderem Auskunft über Einkommen, Erwerbstätigkeit, Bildung, Gesundheit und Lebenszufriedenheit. Weil jedes Jahr dieselben Personen befragt werden, können nicht nur langfristige gesellschaftliche Trends, sondern auch die gruppenspezifische Entwicklung von Lebensläufen besonders gut analysiert werden.

Weitere Pressemitteilungen finden Sie hier.

Pressestelle DIW Berlin

TelefonMobilE-Mail
Renate Bogdanovic+49-30-897 89-249+49-174-319-3131
Claudia Cohnen-Beck+49-30-897 89-252+49-174-314-9583
Sebastian Kollmann+49-30-897 89-250+49-162-105-2159
Mathilde Richter+49-30-897 89-152+49-172-154-0646

Referentin Kommunikation Sozio-oekonomisches Panel (SOEP)

TelefonE-Mail
Monika Wimmer+49-30-897 89-251

Die Weiterverwertung des oben angezeigten Bildmaterials ist nicht gestattet. Angezeigte Abbildungen und Tabellen sind zur Veröffentlichung freigegeben. Falls Sie die Rohdaten benötigen, wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des DIW Berlin.