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SOEP-Transfer: Forschungsdaten für JournalistInnen und ZeithistorikerInnen

Aktuelles Projekt

Projektleitung

Stefan Liebig
Katja Schmidt
Monika Wimmer

Projektzeitraum

1. Juni 2020 - 21. Mai 2023

Zuwendungsgeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ist die größte und am längsten laufende Wiederholungsbefragung zur sozialen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland, für die jedes Jahr etwa 30.000 Menschen in 15.000 Haushalten befragt werden. Die Befragungsdaten werden von WissenschaftlerInnen aus der ganzen Welt genutzt.

Im Projekt SOEP-Transfer (wissenschaftlicher Projektname: Austausch von Wissen und Etablierung neuer Vermittlungs- und Transferformate zwischen Wissenschaft und Gesellschaft am Beispiel des Sozio-oekonomischen Panels) macht das SOEP-Team erstmals diesen Datenschatz auch (Daten-)JournalistInnen und ZeithistorikerInnen zugänglich und baut dafür eine neue Transfer-Schnittstelle auf. Hier werden SOEP-ExpertInnen Daten für diese Zielgruppen auswerten (Auswertungsmodell) oder gemeinsam mit ihnen analysieren (Tandemmodell). Darüber hinaus werden sie eine webbasierte Daten-Plattform (Plattformmodell) und Schulungen (Schulungsmodell) anbieten, damit JournalistInnen und ZeithistorikerInnen selbst SOEP-Daten auswerten und analysieren können.

Die Transfer-Schnittstelle wird in enger Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen journalistischen und wissenschaftlichen Zielgruppen entwickelt. Grundlage dafür sind Bedarfsanalysen anhand von Leitfadeninterviews, Workshops und Diskussionsformate. Fördersumme: 544.000 €.

DIW Team

Datenjournalistische Projekte mit SOEP-Daten

Immobilienbesitz in Deutschland

Wer sind die ImmobilienbesitzerInnen in Deutschland? SOEP-Forscherin Katja Schmidt hat dazu Daten für ZEIT online ausgewertet. Demnach sind die meisten Menschen mit Immobilien männlich, westdeutsch und mehr als 50 Jahre alt.

Geldanlage in Stadt und Land

Gibt es Unterschiede beim Geldanlegen zwischen Stadt und Land? Eine Auswertung der SOEP-Daten für ZEIT online zeigt: Auf dem Land sorgt man besser vor, glücklicher sind die Menschen dort aber nicht.

Altersvorsorge

Immobilien können sich nur wenige leisten und auf die staatliche Rente scheint wenig Verlass. Wie die Menschen in Deutschland stattdessen Geld für ihr Alter anlegen, zeigt eine Auswertung von SOEP-Daten, die ZEIT online veröffentlicht hat. Demnach sorgen Männer häufiger vor als Frauen. Und auch AkademikerInnen sowie Besserverdienende investieren eher in Geldanlagen und Versicherungen als andere.

Arbeitszeitwünsche

Wie viele Stunden in der Woche würden Sie am liebsten arbeiten, wenn sich Ihr Verdienst entsprechend der Arbeitszeit ändern würde? Diese Frage wird den Befragten des SOEP jedes Jahr gestellt. Für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat die SOEP-Forscherin Katja Schmidt analysiert, wie sich diese Arbeitszeitwünsche im Laufe der Zeit ändern. Das Ergebnis: Die Deutschen wünschen sich immer kürzere Arbeitszeiten. Männer würden durchschnittlich am liebsten nur noch 36 Stunden in der Woche arbeiten, selbst wenn das Folgen für ihr Gehalt hat. Das ist der niedrigste Wert mindestens seit dem Jahr 2000.

Parteibindung

 «Viele Leute in der Bundesrepublik neigen längere Zeit einer bestimmten Partei zu, obwohl sie auch ab und zu eine andere Partei wählen. Wie ist das bei Ihnen: Neigen Sie einer bestimmten Partei in Deutschland zu? Mit dieser Frage untersuchen SOEP-Forschende, wie es um die langfristige Parteibindung der Menschen in Deutschland geht. SOEP-Expertin Katja Schmidt hat dazu Auswertungen für die Neue Züricher Zeitung gemacht. Demnach neigen ArbeiterInnen häufiger zu rechten Parteien als früher und BeamtInnen laufen zu den Grünen über. Und die früher als „hip“ geltende SPD wird zunehmend zur Partei der RentnerInnen.

Familienleben in der Corona-Krise

In der Corona-Krise leisteten Mütter in Partnerschaften etwa drei Stunden mehr an Care-Arbeit pro Tag, Väter zweieinhalb Stunden mehr. Bei alleinerziehenden Müttern waren es rund zwei Stunden, die während der Pandemie oben drauf kamen. Doch da endet schon die Fairness zwischen den Geschlechtern. Denn die Ausgangslage war höchst unterschiedlich: Mütter leisteten schon vor der Pandemie doppelt so viel Care-Arbeit wie Männer. Das zeigen Daten der SOEP-CoV-Studie, die die SOEP-Forscherin Theresa Entringer für den rbb ausgewertet hat.

Kontakt

Monika Wimmer
Monika Wimmer

Referentin Kommunikation in der Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel

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