Zentren für Familien: nationale und internationale Evidenz –ein Resümee aus familienökonomischer Perspektive

Aufsätze in sonstigen Zeitschriften

C. Katharina Spieß

In: Sozialer Fortschritt 69 (2020), 8/9, S. 545-560

Abstract

Während Kindertageseinrichtungen primär auf Kinder ausgerichtet sind, haben Zentren für Familien die gesamte Familie im Blick. Im Idealfall bilden sie einen Knotenpunkt in einem nachbarschaftlich orientierten Netzwerk. In den letzten Jahren haben entsprechende Ansätze deutschlandweit an Bedeutung gewonnen. Welche empirische Evidenz gibt es für ihre Wirkungen auf Kinder, Eltern und Familien? Dieser Frage widmet sich dieser Beitrag, um der Politik Anhaltspunkte für eine Weiterentwicklung von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe in diese Richtung zu geben. Insbesondere auf der Basis empirischer Studien aus dem angloamerikanischen Raum können für Programme, welche Kinder und Eltern adressieren, tatsachlich kurz- bis langfristige Effekte auf Kinder und Eltern nachgewiesen werden. Deutsche Begleitstudien von Zentren für Familien fokussieren dagegen eher auf andere Aspekte der Implementation oder auch der Sozialraumentwicklung. Sie sollten um mehr Wirkungsstudien, welche sich mit den direkten Effekten auf die Entwicklung von Kindern und Familien befassen, ergänzt werden.

C. Katharina Spieß

Abteilungsleiterin in der Abteilung Bildung und Familie



JEL-Classification: I24;J13;J18;J24
DOI:
https://doi.org/10.3790/sfo.69.8-9.545