FamilienMonitor_Corona (1): Jedes zweite Elternteil macht sich große Sorgen um Bildung und Zukunft der Kinder

Bericht vom 1. Februar 2021

Der FamilienMonitor_Corona startet. Berücksichtigt werden aktuell Informationen bis zum 19. Januar 2021, also für die Zeit, bevor die Einschränkungen im Kita- und Schulbetrieb bis mindestens Mitte Februar verlängert wurden. Betrachtet man zunächst die Sorgen der Eltern um ihre Kinder, fällt auf, dass sich jedes zweite Elternteil große Sorgen um die Bildung der Kinder und deren wirtschaftliche Zukunft macht. Große Sorgen um die Gesundheit ihrer Kinder machen sich etwa 39 Prozent. Um die eigene wirtschaftliche Situation sorgen sich 28 Prozent der Mütter und Väter.

Bis zum 19. Januar war der Anteil der Eltern, die Schließungen befürworten oder ablehnen, etwa gleich groß. Bei Eltern von Kita-Kindern überwiegt der Anteil jener, die sie ablehnen, mit 57 Prozent deutlich. Eltern mit Kindern im Schulalter zeigen eine größere Akzeptanz für die Schließungen, insbesondere Eltern von älteren Schulkindern. Väter stimmen den Schließungen eher zu als Mütter.

Betrachtet man die Zufriedenheit von Eltern im Verlauf der Pandemie, stellt man fest, dass die Zufriedenheit mit der Kinderbetreuung deutlich schwankt. War die Zufriedenheit im ersten Lockdown zunächst rapide gesunken, hat sie sich mit der graduellen Öffnung von Kitas und Schulen Mitte 2020 wieder deutlich erholt. Das Zufriedenheitsniveau aus den Zeiten vor der Pandemie wurde aber nicht wieder erreicht. Die Zufriedenheit mit der Kinderbetreuung erreichte bis Jahresende ein vergleichsweise hohes Niveau – auch, weil Kitas und Schulen ab November während des „Lockdown light“ zunächst geöffnet blieben. Als mit Beginn des zweiten harten Lockdowns Kitas und Schulen erneut schließen mussten, sank die Zufriedenheit mit der Betreuung im Januar wieder deutlich. Die Zufriedenheit mit dem Familienleben verharrt aktuell auf dem Niveau des ersten Lockdowns. Für Mütter stellt sich das Bild allerdings anders dar als für Väter: Ihre Zufriedenheit mit dem Familienleben ist gegenüber dem November deutlich zurückgegangen. Die generelle Lebenszufriedenheit von Eltern zeigt sich im Mittel bis in den Januar hinein zwar äußerst stabil. Bei genauerer Betrachtung sieht man jedoch, dass die Lebenszufriedenheit von Müttern aktuell unter dem Niveau aus dem Frühjahr 2020 liegt.

Nun wünschen wir Ihnen aufschlussreiche Einblicke beim eigenen Erkunden der Zufriedenheit und Sorgen von Familien in der aktuellen Situation. Auf dieser Seite werden Sie wöchentlich über die weiteren Entwicklungen informiert.

Themen: Familie , Wohlbefinden

Mathias Huebener
Mathias Huebener

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Bildung und Familie

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