1. - 2. Juli 2021

Veranstaltung

Affektive und kulturelle Dimensionen von Integration – Wissenschaft, Praxis und Politik im Dialog

Termin

1. - 2. Juli 2021
16:00-20:00 Uhr
9:30-15:15 Uhr

Ort

ONLINE via Zoom

SprecherInnen

Aladin El-Mafaalani, Universität Osnabrück

Seit 2015 wird die Aufnahme und Integration von Geflüchteten in Politik und Öffentlichkeit erneut lebhaft diskutiert - fast sechs Jahre “Wir schaffen das.”

Der vom BMBF geförderte Forschungsverbund „Affektive und kulturelle Dimensionen von Integration in Folge von Flucht und Zuwanderung“ (AFFIN) fragt aus interdisziplinärer Perspektive, was eine Gesellschaft unter solchen Bedingungen eigentlich zusammenhält und wie Integration gelingen kann.

Ausgangspunkt der Arbeit des Verbunds ist, dass sich Integration nicht allein über Bildung, Sprachkompetenzen oder institutionelle Teilhabe definieren lässt, sondern ebenso Werthaltungen, Gefühle und Emotionen einschließt. Die Forschung der vergangenen Jahre hat sich u.a. auf Aspekte von Zugehörigkeit, Wohlbefinden und dem Empfinden von Fremdheit und Vertrautheit, von Migranten und Geflüchteten wie auch der einheimischen Bevölkerung konzentriert.

Die Ergebnisse dieser Forschung sollen auf der Tagung "Affektive und kulturelle Dimensionen von Integration – Wissenschaft, Praxis und Politik im Dialog" mit anderen Forschenden, Fachleuten aus Politik und Praxis sowie Stakeholder*innen aus der Geflüchteten-Community diskutiert werden.

Von einem Verbund aus der Freien Universität Berlin, dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), der Universität Göttingen und der Charité Berlin organisiert, stellt diese Veranstaltung den Abschluss des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts “Affektive und kulturelle Dimensionen von Integration in Folge von Flucht und Zuwanderung” (AFFIN) dar.

Zum Programm

Am Abend des 1. Juli, ab 18:00 Uhr, hält Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani eine Keynote zu seiner These des Integrationsparadox. Im Anschluss daran wird es eine moderierte Podiumsdiskussion zwischen Katarina Niewiedzial, Friedrich Kiesinger und Aladin El-Mafaalani geben. Eingerahmt wird die Keynote durch vier Panels, auf denen Expert*innen aus verschiedenen Bereichen zu folgenden Themen diskutieren:

Panel I “Kulturelle Barrieren verstehen – Unterschiede verhandeln”
Panel II “Einstellungen zu Geflüchteten in der einheimischen Bevölkerung”
Panel III “Schnittstelle zwischen psychischer Gesundheit und der Integration Geflüchteter”
Panel IV “Konflikte als Integrationsmotor oder -hemmnisse?"

Die gesamte Tagung wird von einem Graphic Recording begleitet. Bitte entnehmen sie alle Details dem Tagungsprogramm (siehe oben links im Kasten).

Direkter Link zur Tagung (Zoom Webinar: 939 0222 6276, Kenncode: 312267)

Zu den Podiumsteilnehmer*innen

Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani Inhaber des Lehrstuhls für Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft an der Universität Osnabrück, wo er sowohl am Institut für Erziehungswissenschaft als auch am Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien (IMIS) arbeitet. Gleichzeitig ist er Beauftragter des NRW Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) und ist Mitglied des Beirats für Teilhabe und Integration des Landes NRW. Er promovierte im Hauptfach Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum.

Katarina Niewiedzial ist Politikwissenschaftlerin und die Beauftragte für Integration und Migration des Berliner Senats. In dieser Funktion setzt sie sich seit 2019 dafür ein, Menschen, die neu nach Berlin kommen, die Möglichkeit zu geben, sich aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen und für ihre Belange einzustehen. Zuvor war sie Integrationsbeauftragte im Berliner Bezirk Pankow.

Friedrich Kiesinger ist Psychologe und Sozialunternehmer. 1984 gründete der studierte Psychologe und Jurist den gemeinnützigen Albatros e.V., 1998 die Pegasus gGmbH. Als Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft für soziale und gesundheitliche Dienstleistungen leitete er seit 2015 zahlreiche Geflüchtetenunterkünfte in Berlin und setzt sich aktiv für die gesellschaftliche Integration und Teilhabe der Neuankommenden ein.

Kontakt

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