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Wirtschaftsförderung: Kein Automatismus zwischen Wachstum und Zahl der Hochqualifizierten

Pressemitteilung vom 16. Juli 2008

Die heute im DIW-Wochenbericht veröffentlichten Ergebnisse zeigen: Technisches Wissen und Humankapital sind in Europa stark auf die Hauptstadtregionen und wenige andere Metropolen konzentriert. Innerhalb der einzelnen Länder verstärkt sich diese Konzentration voraussichtlich weiter, auch aufgrund des zunehmenden Drucks im Rahmen des globalen Innovationswettbewerbs.
„Die Untersuchung bestätigt den engen Zusammenhang zwischen Humankapital und wirtschaftlichem Erfolg der Regionen,“ sagte Dr. Georg Erber, Autor der DIW-Studie. „Sie zeigt aber auch, dass es dabei keinen Automatismus gibt“. So zählen in Deutschland Berlin, Bremen und Braunschweig zu den humankapitalintensivsten Regionen, gleichzeitig mangelt es ihnen aber bisher an wirtschaftlicher Dynamik. Auch ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung nach DIW-Einschätzung kein regionalpolitisches Patentrezept. „Man kann Universitäten und Forschungseinrichtungen nicht irgendwo ansiedeln und dann erwarten, dass sich dort eine Wachstumsregion entwickelt,“ sagte Dr. Georg Erber. „Vielmehr ziehen die schon bestehenden Innovationszentren die Hochqualifizierten an.“
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