Von Indien ans DIW Berlin: Über Perspektiven, kritisches Denken und die Ausländerbehörde

Von Delhi über Oxford und München ans DIW nach Berlin – und nun für ein Forschungssemester an der Harvard University: Sonali Chowdhry hat eine beeindruckende Karriere hinter sich, und das mit 32 Jahren. Im Interview erzählt die Ökonomin, wie sie ans DIW Berlin kam, was sie in Deutschland überrascht hat und wie ihre internationale Perspektive ihr bei der Forschung zu Auswirkungen von Handelspolitik hilft.

Sie sind gerade in den Vereinigten Staaten angekommen und werden an der Harvard University arbeiten. Welche Art von Forschung werden Sie betreiben? Warum haben Sie sich für diesen Aufenthalt beworben?

Sonali Chowdhry: Ich bin als Gastwissenschaftlerin am Growth Lab der Harvard Kennedy School tätig. Der Grund, warum ich ein Semester hier verbringen wollte, ist, dass hier unglaubliche Arbeit zum Thema Handel mit komplexen Datensätzen geleistet wird, für die ich mich interessiere. Gemeinsam wollen wir die Auswirkungen verschiedener Handelspolitiken analysieren und dabei die US-Handelspolitik der letzten Zeit betrachten. Ich würde sagen, dass dies derzeit der richtige Ort dafür ist.

Sie sind in Indien geboren. Was hat Sie ans DIW geführt und wie fühlen Sie sich hier?

Chowdhry: Mein Weg zum DIW verlief nicht geradlinig. Bevor ich zum DIW in Berlin kam, habe ich in vielen Ländern gelebt und an verschiedenen Institutionen gearbeitet. Ich habe meinen Bachelor in Indien und meinen Master in Großbritannien absolviert und bin dann für meine Promotion, die durch das Marie-Curie-Stipendium „Horizon 2020” an der Universität München finanziert wurde, nach Deutschland gekommen. Was mir an meinem Promotionsstudium wirklich gefallen hat und mich auch zum DIW gebracht hat, ist, dass ich nicht gerne in einem Elfenbeinturm sitze und meine Forschung nur für mich betreibe. Ich finde es toll, unsere Forschungsergebnisse an politische Entscheidungsträger weiterzugeben. Deshalb habe ich mich für eine Stelle beim DIW Berlin entschieden: Wir arbeiten nah an der Politik, im Herzen von Berlin, einer Stadt, die ich fantastisch finde. Ich arbeite in einer großartigen Abteilung, in der meine Forschung sichtbar ist und ich unglaublich viel Unterstützung bekomme. Das sind sehr wichtige Faktoren, wenn man am Anfang seiner Karriere steht und noch relativ neu als Postdoc ist. All diese Faktoren haben mich hierhergebracht. Ich arbeite sehr gerne am DIW. Ich freue mich darauf, noch viele weitere Forscherinnen und Forscher am Institut kennenzulernen, denn hier wird zu so vielen Themenfeldern geforscht, von Erschütterungen auf dem Arbeitsmarkt bis hin zu den Auswirkungen des Klimawandels.

© DIW Berlin

Sie forschen am DIW Berlin auf den Gebieten internationaler Handel und Unternehmensheterogenität. Was sind Ihre Forschungsschwerpunkte und wie sind Sie dazu gekommen, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen?

Chowdhry: Ich untersuche, wie Unternehmen auf Störungen im globalen Handel und in Lieferketten reagieren, vom Brexit über Zölle und Sanktionen bis hin zu Engpässen im Schiffsverkehr. Meine Forschung befasst sich damit, wie Handelspolitik Länder, Branchen und Unternehmen unterschiedlich beeinflusst, wobei ich mich auf Verteilungseffekte konzentriere. Ich habe während meines Bachelorstudiums in Delhi angefangen, mich für diese Themen zu interessieren, als inspirierende Kurse und Lehrkräfte mir gezeigt haben, was Globalisierung für Kräfte freisetzt und welche vielfältigen Rollen der internationale Handel in unserem Leben spielt.

Auch die Folgen von Engpässen im Schiffsverkehr, untersucht Sonali Chowdhry.
© Adobe/be free

Wie beeinflusst Ihre internationale Perspektive Ihre Forschung und Ihre Arbeit? Gibt es hier Vorteile für Sie?

Chowdhry: Wenn ich über die internationale Perspektive nachdenke, wird mir bewusst, dass meine Forschung viele verschiedene Regionen umfasst. Ich habe mich mit handelspolitischen Fragen im Zusammenhang mit China, Indien, Südkorea, Japan, aber auch EU-Ländern und zuletzt auch den USA beschäftigt. Und ich halte diese internationale Perspektive für sehr wichtig, weil sie mich in meiner Arbeit motiviert und antreibt. Ich erkunde ständig neue Kontexte und lerne, wie Handelspolitik an diesen verschiedenen Orten gestaltet wird. Und ich freue mich jedes Mal, wenn es etwas Neues zu entdecken gibt.

Wenn Sie daran zurückdenken, wie es war, ans DIW Berlin und nach Deutschland zu kommen: Was war schwerer, als Sie erwartet haben?

Chowdhry: Was mir in Deutschland anfangs Schwierigkeiten bereitet hat, waren die Sprachbarrieren, die nicht leicht zu überwinden sind. Ich hatte wirklich nicht erwartet, dass es so schwierig sein würde, weil die akademische Forschung ja auf Englisch stattfindet. Als ich zum ersten Mal zur Ausländerbehörde musste, war ich ziemlich schockiert, dass dort niemand Englisch sprach. Und dann ist da natürlich noch der bürokratische Papierkram. Ich denke, das ist eine Herausforderung für alle, nicht nur für internationale Forscher*innen. Glücklicherweise habe ich viel Hilfe von anderen bekommen, aber ich hatte wirklich zu kämpfen, weil ich während meiner Promotion mehrmals mein Visum beantragen musste. Mitten in meiner Forschung habe ich mir Gedanken darüber gemacht, dass mein Visum abläuft. Das war eine schwere Zeit.

Was hat Sie positiv überrascht - als ausländische Wissenschaftlerin in Deutschland, Berlin und am DIW?

Chowdhry: Ich erinnere mich an meine erste Woche in Deutschland, als ich in München ankam und meine Forschungsgruppe mich schon am nächsten Tag zu einer Wanderung in den Alpen mitnahm. Ich habe gelernt, dass das typisch für Deutschland ist: Die Menschen lieben einfach die Natur. Auch ich habe die Natur lieben gelernt und schätze die Zeit, die ich nach der Arbeit fernab von Bildschirmen verbringe. Und ich denke, dass die Forschungsgemeinschaft in Deutschland in dieser Hinsicht ebenfalls sehr abenteuerlustig ist. Man diskutiert Forschungsideen mit Ökonom*innen, während man in den Bergen wandert und viel frische Luft atmet.

In vielen Teilen der Welt sehen wir, dass die Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft schwieriger werden – schauen wir etwa in die USA. Wie nehmen Sie das wahr und wie ist es Ihrer Meinung nach um die Wissenschaftsfreiheit in Europa bestellt?

Chowdhry: Ich sehe eine zunehmende Prekarisierung, Unsicherheit und eine Erosion der akademischen Unabhängigkeit, was für viele von uns in verschiedenen Fachbereichen, nicht nur in den Wirtschaftswissenschaften, Anlass zur Sorge ist. Das wirkt sich auf die Zukunft der Wissenschaft aus, insbesondere wenn es junge Menschen davon abhält, eine höhere Ausbildung oder eine Karriere in der Forschung anzustreben. Aber das Gute daran ist, dass die Akademiker*innen selbst zunehmend ihre Stimme erheben, um auf unsere Bedürfnisse und unsere Rolle in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. In Deutschland gibt es beispielsweise die #IchbinHanna-Bewegung, und auch hier in Harvard haben sich viele Menschen lautstark gegen die jüngsten Kürzungen der Forschungsmittel ausgesprochen. Ich sehe also, dass die wissenschaftliche Gemeinschaft wirklich zusammenrückt.

In Deutschland – und leider auch anderen Teilen Europas – gewinnen Parteien an Zulauf, die sich unter anderem durch Fremdenfeindlichkeit auszeichnen. Bereitet Ihnen das Sorge und beeinflusst das Ihre Karriereentscheidungen?

Chowdhry: Das betrifft uns alle. Ein Umfeld oder eine politische Agenda, die Unterschieden und Vielfalt feindlich gegenübersteht, steht oft im Widerspruch zu kritischem Denken. Kritisches Denken ist aber das Herzstück akademischer und wissenschaftlicher Arbeit. Ich möchte an Orten forschen, an denen ich, aber auch andere Menschen um mich herum, als gleichwertig und wertvoll angesehen werden. In Berlin habe ich das Gefühl, dass wir uns innerhalb Deutschlands an einem besonderen Ort befinden. Ich sehe hier viel Widerspruch und Widerstand gegen solche rechtsextremen Ansichten, was ich auch in anderen Teilen Deutschlands festgestellt habe. Vorher habe ich in Kiel gelebt und dort habe ich ebenfalls ein fantastisches Umfeld vorgefunden. Was meine berufliche Arbeit angeht, geht es mir gut, aber das bedeutet nicht, dass ich diese politischen Veränderungen ignorieren kann. Ich habe in Großbritannien erlebt, wie sich das politische Klima gegenüber Migrant*innen in der Gesellschaft nach dem Brexit verändert hat.

Sonali Chowdhry forscht gerade in Harvard, bevor sie zurück ans DIW Berlin kommt.
© DIW Berlin/Florian Schuh

Die Volkswirtschaftslehre ist immer noch eine Wissenschaft mit Männerüberschuss. Ist das nur in Deutschland so? Wie haben Sie das auf Ihren verschiedenen internationalen Stationen erlebt?

Chowdhry: Natürlich gibt es in allen Ländern dieses Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen in den Wirtschaftswissenschaften. Das Problem daran ist, dass dieses Ungleichgewicht einen großen Einfluss darauf hat, welche Fragen in der Forschung formuliert und priorisiert werden und welche Ressourcen für die jeweilige Forschung bereitgestellt werden. Es hat auch Einfluss darauf, welche Daten über die Erfahrungen von Frauen und ihre Lebensumstände erhoben werden und welche eben nicht, und, welche politischen Empfehlungen wir den Regierungen geben. Wir müssen Forscherinnen und Forscher mit möglichst unterschiedlichen Hintergründen die Türen in den Wirtschaftswissenschaften öffnen, damit unsere Arbeit für alle Mitglieder der Zivilgesellschaft relevant und hilfreich sein kann. Ich glaube, dass sich da langsam etwas tut, und ich sehe viele Initiativen, sodass es hier auch gute Nachrichten gibt, aber wir müssen natürlich noch viel weiter gehen. Als Frau war ich in vielen Bereichen Teil der Minderheit, aber ich habe das große Glück, viele Mentorinnen und Kolleginnen gefunden und wirklich enge Freundschaften geschlossen zu haben, auch außerhalb der Wirtschaftswissenschaften, und diese Begegnungen geben mir wirklich Auftrieb.

Was würden Sie jungen Wissenschaftlerinnen – besonders aus dem Ausland – raten, die in Deutschland forschen möchten?

Chowdhry: Ich denke, junge Wissenschaftlerinnen können sich auf die Erfahrung freuen – und sie sollten sich gut vorbereiten. In Deutschland gibt es viele wunderbare Möglichkeiten, wie öffentliche Förderung für Forschung und Stipendien. Was in Deutschland auch toll ist, ist die Mobilität innerhalb des Schengen-Raums, die einem so viel mehr Lebenserfahrung ermöglicht, indem man Menschen aus ganz Europa trifft und mit ihnen studiert. Und, wie ich bereits erwähnt habe, würde ich ihnen sagen: Versucht schneller, Deutsch zu lernen als ich. Das beseitigt viele kleine und große Hindernisse. Es ist auch wichtig, Beziehungen zu anderen Forscherinnen aufzubauen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Das Interview führte Lena Högemann.

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From India to DIW Berlin: On perspectives, critical thinking and the immigration office

From Delhi to Oxford and Munich to the DIW in Berlin – and now for a research semester at Harvard University: Sonali Chowdhry has had an impressive career, and she is only 32 years old. In this interview, the economist talks about how she came to the DIW Berlin, what surprised her in Germany, and how her international perspective helps her in her research on the effects of trade policy.

You just arrived in the United States and are going to stay at Harvard. What kind of research are you going to do? Why did you apply for this stay?

Sonali Chowdhry: I've joined Harvard Kennedy School as a visiting research fellow at the Growth Lab and the reason why I wanted to spend a semester here is because they do incredible work on trade with complex data sets that I'm interested in. And so together we're thinking of working on analyzing the effects of different trade policies, looking potentially at U.S. trade policies in recent times. It's the right place to be in the current moment, I would say.

When you are not as a research fellow in Harvard you work for the DIW Berlin in the Firms and Markets Department. You were born in India. What brought you to the DIW and how do you feel here?

Chowdhry: I didn’t have a linear path to DIW. I moved through many countries and institutions before joining the DIW in Berlin. I completed my bachelors in India, my masters in the UK, and then moved to Germany for my PhD which was funded by the Marie Curie Horizon 2020 grant at University of Munich. What I really did like in my PhD program and what did bring me to the DIW also is that I don’t like to sit in an ivory tower and do my research. I really like to transfer this research that we do to policy makers. That is why I chose to work for the DIW Berlin: It is close to policy, in the heart of Berlin which I think is such a fantastic city and I work for a great department where my research has visibility, and I have incredible support. These are very important ingredients when you’re in the early stage of your career and you’re a relatively new postdoc. These were all factors that brought me here. I really like working at DIW. I am looking forward to meeting so many more researchers at the institute because there is so much research happening at the institute ranging from labor market shocks to looking at climate change effects.

© DIW Berlin

You conduct research at the DIW Berlin in the areas of international trade and corporate heterogeneity. What are your main areas of research, and how did you come to focus on these issues?

Chowdhry: I study how businesses react to disruptions in global trade and supply chains, from Brexit to tariffs, sanctions, and shipping bottlenecks. My research looks at how trade policies affect countries, industries, and firms differently, focusing on their distributional effects. I first became interested in these issues during my undergraduate studies in Delhi, where inspiring courses and teachers sparked my curiosity about the forces of globalization and the many roles international trade plays in our lives.

Auch die Folgen von Engpässen im Schiffsverkehr, untersucht Sonali Chowdhry.
© Adobe/be free

How does your international perspective influence your research and your work? Are there advantages for you here?

Chowdhry: When I think about the international perspective, I realize that my research has explored many different geographies. I've worked on trade policy issues surrounding China, India, South Korea, Japan, but also EU countries and now more recently the US. And I think this international perspective is really important because it keeps me motivated and driven in my work. I'm constantly exploring new contexts and learning about how trade policies are formed in these different places. And I am excited every time there is something new to explore.

Thinking about coming to Germany and starting to work at the DIW. What has been hard?

Chowdhry: What was initially challenging in Germany were the language barriers which are not trivial to overcome. I really did not expect it to be that difficult because academic research is in English. The first time I had to go to the Ausländerbehörde, I was kind of shocked that nobody there was speaking English. And of course there is the bureaucratic paperwork. I think that is a challenge for everyone, not just international researchers. Thankfully I had a lot of help from others, but I really struggled because I had to apply for visas multiple times during my PhD. In the middle of my research, I was wondering about my visa expiring. That was a tough time.

What has surprised you positively as a foreign researcher in Germany, Berlin, and at the DIW?

Chowdhry: I remember my first week in Germany when I arrived in Munich and one of the very next days, my research group took me on a hike in the Alps. I learned that this is typical in Germany: People just love the outdoors. I've also really come to love being in nature and treasure the time that I spend away from screens after work. And I think the research community in Germany is also very adventurous in that way. You are talking about research ideas with economists while hiking in the mountains and breathing in lots of fresh air.

In many parts of the world, we are seeing working conditions in academia becoming more difficult—take the US, for example. How do you perceive this, and what is your opinion on academic freedom in Europe?

Chowdhry: I see growing precarity, uncertainty, and an erosion of academic independence, which is all a real cause of worry for many of us across disciplines, not just in economics. It affects the future of science, especially if it holds back young people from pursuing higher education or research careers. But the good thing is that academics themselves are becoming increasingly vocal about what we need and our role in society. For instance, there is the #IchbinHanna-Movement in Germany and here at Harvard too, people have been vocal about recent funding cuts. So, I see the scientific community really coming together.

In Germany—and unfortunately also in other parts of Europe—parties that are characterized by xenophobia, among other things, are gaining popularity. Does this concern you and influence your career decisions?

Chowdhry: That concerns all of us. An environment or political agenda that is hostile to differences and diversity often opposes critical thinking. However, critical thinking is at the heart of doing academic and scientific work. I want to research in places where I but also other people around me are recognized as equal and worthy. In Berlin I feel like we are in a kind of special place within Germany. I see a lot of opposition and resistance to such kind of thinking towards far-right views which I also recognized in other parts of Germany. I was in Kiel before and there I found a fantastic environment, too. In terms of my professional work, I am fine, but that doesn't mean that these political changes is something that I can ignore. I experienced in the UK how the political climate towards migrants and expats in society changed after Brexit.

Sonali Chowdhry forscht gerade in Harvard, bevor sie zurück ans DIW Berlin kommt.
© DIW Berlin/Florian Schuh

Economics is still a science dominated by men. Is this only the case in Germany? How have you experienced this in your various international positions?

Chowdhry: Of course, there's a gender gap in economics across countries. The problem is that this really shapes the kind of questions that get prioritized in research and that get resources to be studied. It also shapes the kind of data on women's experiences and their life outcomes that is collected or not collected and the kind of policy advice we might give to governments. We really need to open up the doors to researchers from as many different backgrounds in economics so that our work can be relevant and helpful to all members of civil society. And I think this is starting to happen and I'm seeing a lot of initiatives so there's positive news on that front, but we have of course further to go. I've been part of the minority as a woman in many spaces, but I am very fortunate to have found a lot of mentors and colleagues and established really close friendships, including outside of economics, and these connections really lift me up.

What advice would you give to young female scientists—especially those from abroad—who want to conduct research in Germany?

Chowdhry: I think they should be excited and also prepare well. There are really many wonderful opportunities in Germany, with public funding for research and scholarships. What is also great in Germany is that you have mobility across the Schengen, so it really gives you so much more life experience, meeting and studying with people through Europe. And, as I mentioned before, try to learn German faster than I did! It clears away many small and big obstacles. It is also important to build relationships with other female researchers and support each other.

Lena Högemann was asking the questions for this interview.

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