Sozio-ökonomische Faktoren und Folgen der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland (SOEP-CoV)

Studieninformation

Die Studie SOEP-CoV untersucht die akuten, mittelfristigen und langfristigen sozio-ökonomischen Faktoren und Folgen der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland. 

Folgende Themen stehen im Fokus:

a) Prävalenz, Gesundheitsverhalten und Gesundheitliche Ungleichheit,
b) Arbeitsmarkt und Erwerbsarbeit,
c) Soziales Leben, Netzwerke und Mobilität,
d) Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
e) Gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Für SOEP-CoV wurden zu zwei Zeitpunkten innerhalb der Coronapandemie Daten erhoben: Von Anfang April bis Juli 2020 and erneut im Januar und Februar 2021. Im ersten Erhebungszeitraum nahmen insgesamt 6.694 Personen an der Befragung teil. Von diesen Personen erklärten sich 6.038 bereit, auch an der zweiten Befragung teilzunehmen.

Das Projekt SOEP-CoV wird als Verbundprojekt zwischen der Universität Bielefeld und dem SOEP am DIW Berlin vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderaufrufs zur Erforschung von COVID-19 im Zuge des Ausbruchs von Sars-CoV-2 gefördert.

Dabei arbeitet das Projektteam eng mit Kolleg*innen des Robert-Koch-Instituts (RKI), der Charité Berlin, des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) und des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) zusammen.

Für die erste Befragung von SOEP-CoV wurden die Haushalte der SOEP-Befragten in neun Stichproben (Tranchen) aufgeteilt. Diese sind so aufgebaut, dass sie alle Privathaushalte in Deutschland hinsichtlich ihrer Zusammensetzung abbilden. Die Stichproben wurden alle zwei Wochen (Stichproben 1 bis 5) bzw. jede Woche (Stichproben 5 bis 9) befragt, um den zeitlichen Ablauf der Krise und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Privathaushalte zu erfassen.
Insgesamt wurden 12.000 Haushalte darum gebeten, an der Studie „SOEP-CoV“ teilzunehmen. Diese Haushalte verteilen sich (gerundet) wie folgt auf die neun Stichproben: 3000, 3000, 2000, 1000, 600, 600, 600, 600, 600. Das heißt, dass am Anfang des Befragungszeitraums, als erstmals strikte Kontaktbeschränkungen in Deutschland galten, mehr Haushalte befragt wurden als gegen Ende, als die Beschränkungen geringer waren. Mit diesem Design trugen die Wissenschaftler*innen der Annahme Rechnung, dass die Auswirkungen der Krise am Anfang schwerwiegender waren und im Laufe der Zeit abnahmen.

Dokumentation

Alle Dokumente wie Methodenberichte, Fragebögen und Veröffentlichungen zur Studie finden sich unter Dokumentationen der SOEP Studien. Mit dem Filter „Dokumentationsart“ kann man die Suche nach Dokumenten einschränken.

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