Tagung zur Wärmewende am 8. Dezember in Berlin: Politik- und Sozialwissenschaftliche Perspektiven im Fokus

Bericht vom 11. Dezember 2025

Das DIW Berlin war am 8. Dezember 2025 als Mitveranstalter an der von der Begleitforschung BEWEGT organisierten Tagung zur Wärmewende am EUREF-Campus beteiligt. Die Tagung brachte zahlreiche Beiträge aus Politik- und Sozialwissenschaften zusammen und zeigte deutlich, wie vielfältig die sozialwissenschaftliche Forschung zur Wärmewende inzwischen ist.
Im Zentrum standen Fragen, die für das Gelingen der Wärmewende entscheidend sind:
  • Wie können Bürger:innen in Transformationsprozesse besser eingebunden werden?
  • Wie lässt sich der zunehmend polarisierte gesellschaftliche Diskurs rund um alternative Heizungstechnologien konstruktiv gestalten?
  • Wie können Aspekte sozialer Gerechtigkeit in der Wärmewende systematisch berücksichtigt werden?
  • Und wie kann kommunale Wärmeplanung über Städte und Regionen hinweg sinnvoll koordiniert werden?
In drei Panelsitzungen und einer Postersession diskutierten Forschende und Praxisakteur:innen diese Fragen intensiv. Vom DIW Berlin brachten unter anderem Franziska Holz, Dana Kirchem und Caroline Stiel ihre Expertise in die Diskussionen ein und setzten Impulse zur Verbindung von ökonomischen, sozialwissenschaftlichen und energiepolitischen Perspektiven.
Ein Höhepunkt der Konferenz war die von Florian Kern (IÖW) moderierte Podiumsdiskussion, in der Charlotta Maiworm (BMWE), Johannes Hofmann (GermanZero), Elisa Dunkelberg (Senat Berlin) und Sibylle Braungardt (Öko-Institut) zentrale Herausforderungen der Wärmewende aus politikwissenschaftlicher und praxisorientierter Perspektive beleuchteten und Fragen aus dem Publikum beantworteten.

Die Tagung machte deutlich:
Es besteht ein großer Bedarf an Austausch zur sozialwissenschaftlichen Forschung rund um die Wärmewende – und diese Forschung kann wichtige Erkenntnisse in Politikberatung und Praxis zurückspielen.

Möglich wurde die Tagung durch das gemeinsame Engagement eines breit aufgestellten Organisationsteams aus Öko-Institut , RIFS Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit am GFZ, der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW), dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Fraunhofer ISI und DIW Berlin. Wir danken allen Teilnehmenden und Mitwirkenden für die konstruktive Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt zudem dem Vor-Ort-Team des Fraunhofer ENIQ für die Unterstützung bei Organisation, Technik und Rahmenbedingungen der Tagung. Die Konferenz wurde durch den Projektträger Jülich (PtJ) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Mit der Wärmewendekonferenz wurde ein wichtiger Austauschraum für multidisziplinäre Perspektiven auf die Wärmewende eröffnet – ein Raum, den das DIW Berlin unter anderem mit dem neugestarteten Forschungsprojekt "Wärme-ZIEL" weiter ausgestalten wird.

Das Organisationsteam (von links): Weert Canzler (WZB), Dana Kirchem (DIW), Franziska Holz (DIW), Sibylle Braungardt (Öko-Institut), Maria Stadler (Fraunhofer ISI)., Florian Kern (IÖW), Jörg Radtke (RIFS), Karoline Rogge (Fraunhofer ISI).
© DIW Berlin

Dana Kirchem
Dana Kirchem

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt

Caroline Stiel
Caroline Stiel

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt

Franziska Holz
Franziska Holz

Stellvertretende Abteilungsleiterin in der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt

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